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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Jesus ladet alle ein!

Die Einladung Jesu: "Kommt, geht auch ihr in meinen Weinberg; ich will euch geben, was recht ist", gilt uns allen. 
Jeder ist berufen, etwas in der Welt zur Vollendung zu bringen. Dazu wurden wir mit so vielen Talenten ausgestattet.
1.) Ein Gutsherr zog am Morgen aus

Wer sind denn die, die am Morgen ihres Lebens stehen.   Wir kennen doch Jesu  unmissverständliche Einladung: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht“
Kinder sind unsere Brücken in die Zukunft. Es ist einfach überwältigend wie grundehrlich Kinder sind. Wir müssen in unseren Gottesdiensten auch Platz und Liebe für Kinder haben!
Ohne Kinder wäre die Welt, wäre vor allem unsere Kirche eine Wüste.

2.) „Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus

Soll das nicht unseren jungen Leuten gelten?
 Zur Vorbereitung auf die Bischofssynode 2018, die sich um das Thema Jugend drehen wird, veranstaltet der Vatikan diese Woche eine Art Hearing.
Gleichzeitig gibt es eine Homepage , auf der Interessierte einen Fragebogen zum Synodenthema ausfüllen können.: 130.000 Beiträge sind bereits eingelangt.

3.) „Auch um die sechste und neunte Stunde ging er wieder hinaus“
Jesus ruft die Menschen , die in ihrer Lebensmitte stehen. Menschen, die in ‚Familie und Beruf ihre verantwortungsvollen Aufgaben zu erfüllen haben. Menschen, die nicht nur Schönes und Gutes in ihrem Alltag erfahren durften, sondern auch von mancher bitterer Lebenserfahrung gezeichnet sind.
Wir dürfen auch nicht wegschauen von den gefährdeten und gescheiterten Beziehungen.Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“, sagt Jesus. Aufgabe der Kirche Jesu ist es zu helfen, einschließen statt ausschließen
4.)
Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging,
traf er wieder einige

Unsere hektische Zeit darf sie nicht übersehen, die vielen Menschen, die schon in der Abendstunde ihres Lebens stehen.
Vergessen wir nicht die schmerzlichen Erfahrungen der Kriegsgeneration!

Nie werde ich vergessen, wie als 19 Jähriger in der Normandie den
D-Day erleben musste, das           ist der 6. Juni 1944, der Tag, an dem während des Zweiten Weltkrieges die Landung alliierter Truppen in der Normandie begann .
Nie werde ich die schrecklichen Erlebnisse an der Ostsee vergessen!
Januar 1945, russische Truppen rücken in Ostpreußen vor. Mitten im eisigen Winter versuchen sich verzweifelte Menschen mit Pferdetrecks gen Westen zu retten.
Ostpreußen, war abgeriegelt. Nur über das brüchige Eis der sogenannten Wolgastfähre konnten sich noch die Flüchtlingstrecks aus dieser tödlichen Umklammerung retten. Es war ein Bild schrecklicher Not: Ich sehe sie noch jene junge Mutter, die für ihr Baby das gefrorene Fläschchen auftaute. Sie hatte sich in ein Ecke auf unseren Eisenbahnwagen geflüchtet. Dort zündete sie eine Kerze an und unter der Flamme dieser Kerze versuchte sie mühsam das bisschen Milch für ihr Baby aufzutauen.

Weit über zwölf Millionen Flüchtlinge und Vertriebene suchen nach 1945 eine neue Heimat. Zumeist verläuft die Odyssee der Flüchtenden aber ziel- und orientierungslos.

Diese Einladung Jesu: "Kommt, geht auch ihr in meinen Weinberg;“ diese Einladung gilt uns allen, die wir jung oder alt sind.

19.9.17 18:14, kommentieren

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Wie oft muss ich meinem Bruder vergeben?

Das “Vater unser“ gehört wohl zu den bekanntesten aller Gebete. Wenn ich manchmal einem kroatischen Christen bei der Beichte als Busse ein „otce nasch“ aufgebe , dann leuchtet sein  Gesicht: Es ist ja das in allen Sprachen so bekannte „Vater unser“.
Wir müssen aber auch zugeben, dass wir dieses so beliebte Gebet oft auch sehr gedankenlos herunter leiern!
Das heutige Evangelium trifft den „Nagel auf den Kopf“:  Wie oft sprechen wir die  Vater-unser Bitte: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Treffend sagt uns Jesus im Evangelium: So selbstverständlich wir von Gott die Vergebung erbitten,  genauso schwer tun wir uns oft, auch unseren  Mitmenschen zu vergeben!
1.) „Machen wir den ersten Schritt“!
Unter diesem Vorhaben ist unser Papst  in der vergangenen Woche nach  Kolumbien in seine nähere Heimat Südamderika geflogen.
Als  er nach zwölfstündigem Flug  in Bogota  ankam, sagte er erleichtert:
„Ich bin „bewegt“ über den Empfang, den mir die Kolumbianer bereitet haben.“ Den im letzten Jahr zu Ende gegangenen Bürgerkrieg nannte er eine „Krankheit“ - die lasse sich „nicht so schnell überwinden“. Immerhin gebe es viele Anzeichen dafür, dass jetzt in Kolumbien „ein zweiter Schritt“ hin zum Frieden gegangen werde; so habe sich etwa zu seiner Freude die ELN-Guerilla zum Friedensschluss entschlossenl  
Eine Million und 100.000 Menschen kamen zur Papstmesse in Kolumbiens Hauptstadt BogotaMachen wir den ersten Schritt! Unter diesen Vorsatz wurde der Papstbesuch gestellt.
Der Papst hatte recht, als er sagte:“ Es gibt eine dichte Finsternis, die das Leben bedroht und zerstört: die Finsternis der Ungerechtigkeit und der sozialen Ungleichheit; die korrumpierende Finsternis von Einzel- oder Gruppeninteressen, die auf egoistische und hemmungslose Weise aufbrauchen, was für das Wohlergehen aller bestimmt ist;“
2.) Was ist da in den letzten Jahrzehnten in Kolumbien geschehen?

Im kolumbianischen Konflikt  zwischen 1958 und 2012 hat sich  eine paramiltärische Gruppe, genannt FARC, selbständig gemacht und Krieg geführt:                                      etwa 218.000 Menschen sind umgekommen, Schätzungen zufolge sind bis 2012 zwischen 4,7 und 5,7 Millionen Menschen Opfer von Vertreibungen geworden. Eine  der bekanntesten Geiseln ist die Französin Íngrid Betancourt
Sie hat sie ein Buch geschrieben. .Sie erzählt, wie sie in der Dunkelheit des tropischen Urwalds lebte, mit dem Hals an Bäume gekettet, bedroht von Spinnen, Skorpionen, Ameisen, dem Hass der Farc-Rebellen ausgeliefert, wie sie vom Fieber geschüttelt wurde, die Haut voller Ekzeme, ihre Seele von Sehnsucht nach dem Leben gemartert. Mehr als sechs Jahre lang war Ingrid Betancourt in der Gewalt von Geiselnehmern der Farc
Jetzt steht sie hier, und sagt erleichtert: Ich habe es überlebt!
3.) Ein Friedensvertrag wurde Ende November 2016 durch den kolumbianischen Senat gebilligt, nachdem ein vorheriger Entwurf in einem Volksentscheid mit knapper Mehrheit abgelehnt worden war.
Wie leicht ist es doch, Kriege anzufangen, wie schwer ist es, Kriege wieder zu beenden!
Wie aktuell ist doch Jesu Wort:“
Hättest nicht auch du mit deinem Bruder Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?

12.9.17 10:15, kommentieren