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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Talente einsetzen

In der Art des  altgriechische Dichter Aesop wurde folgende  Tierfabel verfasst:.
„Ein Haufen schnatternder Gänse wohnt auf einem wunderbaren Hof. Sie veranstalten alle sieben Tage eine herrliche Parade. Das stattliche Federvieh wandert im Gänsemarsch zum Zaun, wo der beredtste Gänserich mit ergreifenden Worten schnatternd die Herrlichkeit der Gänse dartut. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen, wie in Vorzeiten die Gänse mit ihrem mächtigen Gespann die Meere und Kontinente beflogen haben. Er vergaß nicht dabei das Lob an Gottes Schöpfermacht zu betonen.
Die Gänse sind tief beeindruckt. Sie senken andächtig ihre Köpfe und drücken ihre Flügel fest an den wohlgenährten Körper, der noch nie den Boden verlassen hat. Sie watscheln auseinander, voll Lobes für die gute Predigt und den beredten Gänserich.
Aber das - ist auch alles. Fliegen tun sie nicht. Sie machen nicht einmal den Versuch. Sie kommen gar nicht auf den Gedanken. Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, der Hof ist sicher, und ihr Leben bequem.“

„Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, der Hof ist sicher, und ihr Leben bequem.“
Das ist genau die
1.) Geisteshaltung des dritten Dieners aus diesem Evangelium.
Bequem das Leben genießen. Den sicheren Weg gehen, nur nichts wagen. So kommt man am besten durchs Leben!
Ihn trifft das vernichtende Wort des Herrn:“
Du bist ein schlechter und fauler Diener!“ Das Evangelium will uns sagen: Gott hat jedem Menschen ein gewisses Maß von Talenten gegeben. Diese Talente müssen wir auch einsetzen. Denken wir nur  an die Unzahl von freiwilligen Helfern in unseren  Feuerwehren,  an unsere vielen Helfer im Dienst des Roten Kreuzes! Auch unsere Kirche könnte ohne die Mithilfe vieler freiwilliger Helfer nicht existieren!
1.) Der heutige Sonntag wir auch „Elisabeth- Sonntag“ genannt:
Elisabeth war die Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und seiner Gattin Gertrud von Andechs in Bayern. Schon mit vier Jahren kam sie auf die Wartburg, wo sie von der Landgräfin Sophie, ihrer späteren Schwiegermutter, erzogen wurde. Vierzehnjährig wurde sie mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen vermählt. Die glückliche Ehe dauerte nur sechs Jahre, denn 1227 starb Ludwig auf dem Kreuzzug, auf dem er bald starb. Als die Todesnachricht kam, war Elisabeth 19 Jahre alt. Sie floh mit ihren drei Kindern von der Wartburg, wo man ihre Liebe  zu den Armen nicht verstand. Elisabeth  lebte in großer Armut. Sie konnte jedoch bei Marburg an der Lahn ein Spital gründen, das sie leitete und in dem sie die Arbeiten übernahm, die sonst niemand tun wollte. Sie selbst starb ganz aufgerieben im 24.Lebenjahr. Erst nach ihrem Tod wurde ihre Größe sichtbar
2.) Daher  hat unser Papst den heutigen Tag zum „Tag der Armen“ausgerufen.
Denken  wir nur an den  5jährige Flüchtlingsbuben  Antony. Er war am Montag unter einem Güterwaggon versteckt am Brenner vor Frost zitternd gefunden worden. Er konnte im letzten Augenblick vor dem Erfrierungstod gerettet werden.
Denken wir auch an die vielen Verhungernden in Jemen und in Afrika.
Die Talente die Gott uns gegeben hat, dürfen nicht brach liegen!

16.11.17 14:20, kommentieren

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Unser Leben ist ein Geschenk!

November ist es nun geworden. Wir spüren deutlich: die Tage werden immer kürzer und dafür die Nächte  immer länger. Für uns Christen ist der ganze Novembermonat geprägt von den zwei  ersten Tagen dieses Monates: Allerheiligen und  Allerseelen. Daher  wird der November oft Allerseelenmonat genannt.

Aus meinen Kindertagen ist mir in Erinnerung geblieben: Die ganze Familie steht betend um

das mit den Herbstblumen geschmückte Familiengrab. Mit dankerfüllten Herzen denken wir  an die Menschen, denen wir so viel Gutes zu verdanken haben. Unser ganzes Leben ist geprägt von dem, was uns unsere Eltern, besonders unsere Mütter, mit gegeben haben!     

1.) Unser Leben  ist ein Geschenk!
Wir sind durch unser Leben hinein geworfen mitten in eine Zeit, in der so viel anders geworden ist! So wichtig wir Menschen uns auch im Wandel dieser Zeit vorkommen, so sehr müssen wir uns eingestehen:  Gott ist der Herr auch  unserer Zeit!
Wie oft schon bin ich dem Ruf Gottes ausgewichen, habe ihn überhört?
Gott  aber konfrontiert uns immer wieder mit seinen Plänen, mit dem, was für uns gut ist. Auch aus dem Rückblick können wir  viel für die Zukunft lernen.
Wir können unser Leben nur rückwärts verstehen, aber wir müssen es vorwärts leben.

2.) Dazu hat uns Gott seinen Heiligen Geist mitgegeben
Der Geist Gottes ist keine Erfindung des Menschen.

Dieser Geist Gottes begegnet uns überall, wo Menschen beten---.

Der Geist Gottes begegnet uns auch in den Menschen, die erfüllt sind von diesem Geist und deshalb anders leben als die andern.

Keiner kann an diesem Geist uninteressiert vorübergehen: jeder sagt ja oder nein zu diesem Geist, erkennt oder verkennt ihn, wird geistvoll oder geistlos.. .:
Jesus sagt zu seinen Aposteln: „der Heilige Geist, den der Vater euch in meinem Namen senden wird,  wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.”.

Und es ist gerade der Heilige Geist, der uns beibringt, wie wir unsere Lebengeschichte verstehen müssen

3.) Papst Franziskus legte diese  Bibelstellen so aus:
„Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen erinnert den Glaubenden heute, dass es Aufmerksamkeit braucht.

„Es ist die Zeit, die Gott uns gibt, gottgemäß zu leben, denn wir kennen weder den Tag, noch die Stunde der Wiederkunft Christi. Was Gott von uns erwartet, ist bereit zu sein für die Begegnung mit Jesus. Das bedeutet, die Zeichen seiner Anwesenheit zu erkennen, den Glauben im Gebet und den Sakramenten lebendig zu halten, um nicht einzuschlafen und Gott zu vergessen.
 Das Leben der eingeschlafenen Christen ist traurig, es ist kein glückliches Leben. Das Leben der Christen muss froh sein, in der Freude Jesu leben, nicht einschläfernd
.“
Mit dem Christkönigsfest werden wir in zwei Wochen dieses Kirchenjahr beenden.
Dieses  Evangelium erinnert uns an das Ende unseres Lebens auf dieser Welt. Wir bitten Gott:

Unser Ende auf dieser Welt möge uns zu einem glücklichen Anfang  in der anderen Welt führen

7.11.17 18:10, kommentieren