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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Freut euch zu jeder Zeit!

1.) Aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher hören wir:
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass!
Dankt für alles, denn das will Gott von euch,

Paulus strahlt Hoffnung aus! Das ist Aufgabe der Christen heute! Wir alle haben doch Grund, hoffnungsfrohe Menschen zu sein.  Es ist ein ungeheures Glück, wenn man  fähig ist, sich freuen zu können.

In meiner früheren Pfarre war ich beim Gottesdienst immer mit  Kindern umgeben.
Kinder strahlen doch so eine gesunde und auch wohl tuende Freude aus, von der wir Erwachsene nur lernen könnten.
Der Beginn des Advents ist eine besondere Zeit. In  vielen Familien ist der Adventkranz ein lebendiges Zeichen unserer Einstimmung auf Weihnachten. Damit drücken wir unsere Sehnsucht nach Gott aus. Zugleich dürfen wir uns aber auch bewusst machen, dass Jesus deshalb Mensch geworden ist, weil sich Gott in seiner Liebe nach uns sehnt. Gottes Weihnachtsbotschaft heißt: „Friede den Menschen auf Erden“

 

2.) Aber bei aller Freude müssen wir die Wirklichkeit von heute sehen:
Heute liege die Aufmerksamkeit oft auf den Dingen, die uns entzweien, auf dem, was uns trennt.: Haben wir doch den Mut zu erkennen, dass es besser ist, Brücken zu bauen, als Mauern zu errichten!
Und es ist schrecklich, dass diese barbarischen Akte teilweise im Namen einer Religion oder Gottes selbst verübt werden. Dies soll klar und deutlich verurteilt werden.
Kriege im Namen der Religion, sind Kriege gegen die Religion!
3.) Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war;
sein Name war Johannes.

Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht,

damit alle durch ihn zum Glauben kommen.  die
Er war nicht selbst das Licht,


Damit hat Johannes schon vor 2.000 Jahren „Licht ins Dunkel“ gebracht.

Gott hat jedem Menschen etwas gegeben, womit er andere glücklich machen kann
Die Christen können einen unersetzlichen Dienst an der Gesellschaft leisten, wenn sie wieder mehr Mut und Motivation zur Freude hätten. Denn Freude im christlichen Sinn hat nichts mit falschen Optimismus zu tun. Sie ist vielmehr eine Grundstimmung des Friedens, der geglückten Beziehung  zu Gott, zur Umwelt und zu sich selbst.

            Wie notwendig ist gerade in unserer Welt das Zeugnis gelebter Freude! Einer Freude, die auch das Leid ganz ernst nimmt und es trotzdem umgreift. Und wie wichtig wären Christen, die jene Heiterkeit des Herzens ausstrahlen, die ihnen ihr Glaube schenkt.

4.)  Unser Glaube soll auch ein froher Dank an Gottes unvorstellbare Liebe sein.
Als Christen dürfen wir uns nicht in unser Schneckenhaus zurück ziehen! Unser Glaube ist ein großes Geschenk, das wir  nicht nur  für uns selbst bekommen haben. Dieses Geschenk müssen wir weiter schenken. So viele  Menschen fragen sich heute:

Wo liegt der Sinn meines Lebens, das Ziel meines Lebens?  Der Mensch könnte nicht nach dem Lichte fragen, wenn er das Licht nicht schon als Schimmer über dem Horizont erkannt hätte.

13.12.17 13:59, kommentieren

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Der Weg zu einem sinnvollen Leben!

Das neue Kirchenjahr  steht unter der Ägide des Evangelisten Markus. Er beginnt gleich mit dem Ruf des Wüstenpredigers  Johannes: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“
Das  hören wir jetzt schon seit 2000 Jahren: Und was ist in den 2000 Jahren passiert? Es ist ja nicht so, als hätten wir nichts getan.
Schon die alten Römer fingen an Wege und Straßen zu bauen, bahnten sich einen Weg über die Alpen, wurden zurückgedrängt, Reste ihrer Straßen und Brücken können wir heute noch sehen. Mit der Erfindung des Motors wurden die Straßen von anderen Herren in Besitz genommen, die Herrschaft der Automobile hat begonnen. Und heute? Unser Land ist überzogen mit einem Netz aus Autobahnen, Straßen und Wegen.
“Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!“.

1.) Wir sollen einen Weg der freien Menschen durch die Wüste dieser Welt bahnen
.
Doch bevor wir anfangen mit dem Weg, müssen wir uns über die Richtung und das Ziel Klarheit verschaffen. Bei dem Weg durch die Wüste dieser Welt geht es nicht um eine lebensferne Vision, es geht um einen Weg zu einem sinnvollen Leben. Wir kennen unsere die Zukunft nicht, aber wir kennen, was viel mehr ist: Wir kennen das Ziel!

2,) Es geht letztlich um den sinnvollen Lebensweg jedes Menschen
Der tiefdenkende Kardinal König hat das einmal so formuliert:„ Es sind diese drei Gaben, die den Menschen herausheben aus der Schöpfung
 Der Mensch kann selbst schöpferisch tätig sein,
 er hat ein Gewissen, das ihn Gut und Böse, Recht und Unrecht erkennen und unterscheiden  lässt. Und er weiß, dass er Verantwortung trägt für sein Tun und Lassen, auch für sein Unterlassen, dass er Verantwortung trägt vor Gott und seiner Schöpfung

In unserer selbstbewussten Welt dürfen  wir  ein Wort von Jesus nie vergessen: Ohne mich könnt ihr nichts tun!
Christus selbst muss der Zielpunkt dieses Weges sein, ihn dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, denn daran entscheidet sich, ob wir ihm entgegen oder in die Irre gehen; Hat er selbst doch gesagt:
 Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

3,) Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken.
Die, die sich groß dünken und über andere erheben, sie sollen sich senken, wie auch Gott sich nicht zu schade war, sich klein zu machen, um in seinem Sohn ein Mensch  zu werden, wie wir. Und all die Kleinen, Geknechteten und Verängstigten, sie sollen sich aufrichten, als Freie und Erlöste.
Bescheiden bekennt der  Wüstenprediger  Johannes:
 Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
ich bin es nicht wert, um ihm die Schuhe aufzuschnüren.

Der Zug der innerlich Freien auf dem Weg durch die Wüste dieser Welt, ist die Keimzelle des Reiches Gottes, ist der Beginn eines neuen Himmels und einer neuen Erde.

Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft,
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht, Das wir ein Fest sein!

5.12.17 21:50, kommentieren