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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Das Evangelium muss man leben!

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes

Der Vorläufer Jesu, Johannes der Täufer, hat seine Aufgabe erfüllt bis zu seinem bitteren Tod in der herodianischen  Festung Machärus.
Jesus ist jetzt dran!
Jesus  predigt nicht sich, sondern das, was von Gott kommt.
Vier  wichtige Punkt hören wir in seiner Predigt:
1.) Die Zeit ist erfüllt !
2.) Das Reich Gottes ist nahe!
3.) Kehrt um!
4.) Glaubt an das Evangelium!

1.) "Die Zeit ist erfüllt!"

Im Griechischen steht für Zeit das Wort „Kairos“. Es meint, dass der günstigste Zeitpunkt gekommen ist, den Gott für uns Menschen hat. Jesus ist der Menschgewordene, der diese Heilszeit prägt. Er zeigt uns den Weg.
 Wie ? Das sehen wir an der Jünger-Berufung: „Er sagte zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Die Jünger erkennen die Chance ihres Lebens. „Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach."
Jesus gibt uns die Chance, in sein Evangelium hineinzuwachsen, Ihn zum Freund zu gewinnen.

2,) "Das Reich Gottes ist nahe!"

Was heißt das? Eine neue Botschaft geht durchs Land: Gott liebt den Menschen grenzenlos!
Eine Schale will ich sein, empfänglich für den Gedanken des Friedens. Eine Schale für dich, Heiliger Geist.
Die neue Botschaft Jesu ist keine Gerichtandrohung wie wir sie bei dem Täufer Johannes hörten. Sie lautet: Gott liebt alle Menschen, die Guten und die Bösen, die Bösen liebt er, damit sie gut werden. Deshalb geht Jesus auf die Außenseiter zu, die Sünder, Zöllner, die Ehebrecher. Er gibt allen eine Chance und das Reich Gottes setzt sich durch. Johannes predigte in der Wüste und lebte asketisch. Jesus predigt am See von Galiläa, einem lebensfreundlichen Ort, wo es Wasser, Grünes und Blüten gibt. Er aß und trank und ließ sich zu Feiern einladen.
3.) "Kehrt um!"“

 Gustav Heinemann, der ehemalige Bundespräsident Deutschlands, sagte: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte
Kard. Newman ruft uns zu:Leben heißt: sich wandeln.Vollkommen sein heißt: sich oft gewandelt haben.
 Ziel der Umkehr ist Gott, der in Jesus schwach und demütig kommt. Das ist neu. Dass Gott mächtig und kraftvoll kommt, erwartete jeder. Nicht zum Herrschen,
sondern zum Dienen,
Zeichen seiner großen Güte und Liebe, als Dienst von unten. Das will auch heute nicht in die Köpfe. Kehren wir um zum Neuen Denken der Gewaltlosigkeit!

4.)"Glaubt an das Evangelium!"

Die Herrschaft Gottes ist da.

Wenn Jesus einen Menschen in seine Nachfolge beruft, so ist das immer ein ganz persönlicher Ruf, eine Begegnung mit der göttlichen Liebe. Ohne viele Worte und Erklärungen weiß sich der Berufene erkannt, erwählt und angenommen. Er kennt den Blick Jesu und versteht ihn. Was bisher war, ist vorbei. Die Nachfolge verändert sein Leben. Gerade Papst Franziskus zeigt uns deutlich: „Das Evangelium soll man nicht  nur predigen: Das Evangelium muss man leben!


16.1.18 19:23, kommentieren

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Eine unvergessliche Stunde

Noch nach Jahrzehnten erinnern sich die beiden Jünger: "Es war um die zehnte Stunde." Gibt es auch in unserem Leben, in unserer Geschichte mit Gott, mit Jesus Christus solche Stunden, an die wir uns nach Jahren oder sogar nach Jahrzehnten noch erinnern?
Was war es, das sich den beiden Jüngern so tief ins Gedächtnis eingegraben hat? Es war ihre erste Begegnung mit Jesus!
Die Jünger sind mit Johannes dem Täufer zusammen. Jesus geht vorüber. Da richtet Johannes auf Jesus seinen Blick und sagt: "Seht, das Lamm Gottes!" Die beiden Jünger haben sicher nicht sofort begriffen, was Johannes mit diesen Worten sagen wollte. Aber sie sind auf Jesus aufmerksam und auf ihn neugierig geworden.

1.)  Die lebensentscheidende Begegnung mit Jesus
Durch ihre Aufmerksamkeit für Jesus motiviert, gehen die Jünger ihm nach. Jesus aber wendet sich um und fragt: "Was wollt ihr?"
Die Antwort der Jünger auf die Frage Jesu, was sie wollen, klingt oberflächlich betrachtet nach einer gewissen Verlegenheit: "Meister, wo wohnst du?" Wir dürfen davon ausgehen, dass sich diese Frage nicht auf das Quartier von Jesus bezieht. Es handelt sich um eine Frage nach dem Ursprun
g: Woher kommst du? Wer bist du?
Jesus antwortet auf die Frage der Jünger, wo er wohne, mit einer Einladung: "Kommt und seht!" Die Jünger folgen dieser Einladung und verbringen dann den Tag mit ihm. Und dieses Verweilen bei Jesus führt zu der Erkenntnis: "Wir haben den Messias gefunden." - Es war diese lebensentscheidende Begegnung, die sich so tief in das Gedächtnis der Jünger gegraben hat, dass sie die Stunde nie vergessen haben.

2.) Suchen, kommen und sehen, finden und nachfolgen
.Es kann Stunden geben, in denen sich das Suchen, das Kommen und Sehen, das Finden und schließlich das Nachfolgen so eindrucksvoll ereignen, dass wir diese Stunden nie in unserem Leben vergessen werden. 
Etwas Erfreuliches unserer Zeit:

In der Augsburger Messe hat am Donnerstag die ökumenische Glaubenskonferenz „Mehr“ begonnen. Diesmal nehmen daran laut Angaben der Organisatoren über 11.000 Menschen teil, mehr als je zuvor. Wegen der hohen Besucherzahl stößt dieses Jugendtreffen allmählich an ihre Grenzen: Die Kapazität der Räumlichkeiten in Augsburg sind nun fast erschöpft.

3.) Zum Abschluss: Der „Floitenschritt“.
Gerne denke ich da zurück an so manche prickelnde Klettererlebnisse in unserer so herrlichen Bergheimat! Ich  denke hier an unsere Zillertaler Alpen: Die Bergsteiger kennen ihn gut, jenen Weg von der Berliner Hütter über den Schwarzensee hinauf  zur Zsigmondyspitze mit 3083 m .Tief unten das Floitental.
Von dem breiten Riss in der Tausendmeterwand ist ein mutiger Spreizschritt nötig. Die Bergsteiger nennen diesen  Spreizschritt nach dem tief unten liegenenden Floitental, den „Floitenschritt“.
Manchmal verlangt einfach der Glaube diesen Spreizschritt. Und dann zwingt das Leben wiederum zum Spreizschritt bei Entscheidungen für weitreichende Bindungen persönlicher Art. Vielleicht kann man, ohne ungerecht zu sein, sagen, dass unsere satte, bürgerliche und bequeme Welt mutige Entscheidungen scheut: Ein Wort zieht ganz deutlich durch die Botschaft Jesu, das ermutigende „Fürchtet euch nicht“

9.1.18 18:19, kommentieren