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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Eine Frau mit Herz!

Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe;
er fiel vor ihm auf die Knie und sagte:
Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde.

Offen gestanden:  Können wir uns heute  noch vorstellen, was  so ein armseliger Aussätziger zu  leiden hatte?
Aussatz oder besser gesagt Lepra,  ist für uns Europäer zu einem Fremdwort geworden. Wir können uns das gar nicht  mehr vorstellen, welch schreckliche Krankheit das gewesen sein muss! Die damaligen Religionsvertreter machten es sich leicht: Aussätzige werden einfach aus der zivilisierten Gesellschaft ausgeschlossen! Sie konnten sich nur ausserhalb des damaligen Siedlungsgebietes aufhalten. Mit einer Aussätzigenglocke mussten sie sich laut bemerkbar machen. Es  sollte ja keiner zu nahe an sie herankommen können! Die drohende Gefahr der Ansteckung mit so einer grauslichen Krankheit kann zu unvorstellbaren gesundheitlichen Folgen führen. Wir stolzen Europäer bilden uns viel ein, dass  wir diese Geisel der Menschheit überwunden haben!  Was kümmern uns da schon jene Völker, in denen diese schreckliche Krankheit noch wütet!
Es begann mit schwierigen Versuchen auf  der Aussätzigen Insel Molokkai auf Hawai.  Zunächst standen Experimente mit Tieren auf dem Plan, Keanu ,  eine Hawaianer, wurde im Februar 1889 auf die Aussätzigeninsel Molokai verbannt und starb im März des Jahres 1889.
Doch die medizinische Forschung musste weiter geführt werden. So viele Länder, besonders in Asien, litten unter dieser so schmerzvollen Krankheit
Eine
schlichte Ordensfrau mit Herz musste kommen! Wer kennt schon  diese Ordensschwester mit Herz. Ihr Name Ruth  Pfau ist kaum bekannt!
Die vierte von fünf Töchtern verließ 1949 ihre Heimat Leipzig und folgte ihrem Vater in die Bundesrepublik Deutschland, begann ein Medizinstudium, das sie mit dem Dr. med. beendete. Während ihrer Studienjahre wurde sie von der Suche nach Gott bewegt und fand zum  christlichen Glauben.

Sie schloss  ihr Studium mit dem medizinische Staatsexamen! Im Jahr 1957 wurde sie zunächst von ihrem Orden nach Indien geschickt, wo sie als Frauenärztin arbeiten sollte. Aufgrund eines Visumproblems musste sie jedoch in Karatschi im muslimischen Pakistan einen Zwischenstopp machen. Dort blieb Ruth Pfau für immer, denn die erste Begegnung mit leprakranken Menschen in einem Elendsviertel Karatschis wurde bestimmend für ihr ganzes Leben. Sie beschloss, ein Krankenhaus zur Leprabekämpfung zu errichten. Diese Ordensschwester mit Herz hat es zustande gebracht, dass das muslimische Pakistan von der schrecklichen Lepra befreit wurde!
Überlastet von Arbeit ist sie vor einem halben Jahr in Karatschi an multiplen Organversagen gestorben! Europa hat kaum Notiz genommen vom selbstlosen Werk dieser Frau. Anders das  muslimischen Pakistan: Man hat für sie ein Staatsbegräbnis angeordnet! Der muslimische Staatspräsident würdigte Ruth Pfau als Nationalheldin von Pakistan!
Was sind schon unsere  Predigten wert: Diese bescheidene Ordensfrau hat das  Evangelium glaubwürdig hinein getragen zu den Ärmsten der Armen in einem muslimischen Land!

8.2.18 14:06, kommentieren

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Jesus ist für die Menschen da

Jesu Kräfte sind  gefordert. Alle wollen etwas von ihm. Es genügt ihm nicht, sich davon zu erholen. Er sucht das Gebet und behält seine Sendung im Blick.

Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
Sie sprachen mit Jesus über sie,
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war,
brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt,
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten,und trieb viele Dämonen aus.

Es war viel! Es reicht! Es ist genug! - Ich muss ganz einfach mal abschalten, zur Ruhe und zu mir selbst kommen, das zu tun was mir auch wichtig ist, woraus ich auch Kraft schöpfe.
Nicht weit von unserem Altenheim entfernt wissen wir ein Krankenhaus, wo Ähnliches sich zuträgt: Krankenschwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte . arbeiten jeden Tag unter hoher Anspannung und zeitlicher Belastung. In Altenheimen ist es nicht anders. Sie tun es um für Patienten und Bewohner dazu sein, sie gut zu versorgen, ihnen zu helfen, da zu sein. Das alles ist körperlich, psychisch und emotional eine hohe Belastung und Herausforderung.

Daran müssen wir denken, wenn wir dieses Evangelium hören.
Und wer das auch hier im Krankenhaus gesehen und erlebt hat, kann sich vorstellen wie es dabei vor sich geht. Keine Ruhe, keine Zeit, keine Luft, jeder will versorgt werden, jeder ist aus gutem Grund da und möchte der Nächste sein. Und doch es geht nur einer nach dem anderen, bei Jesus damals, in der Notaufnahme oder im Krankenhaus heute.

Wir müssen  das Gute in der  Krankenbetreung heute sehen!
Krebs ist eine Geisel der Menschheit!
Die Chancen, eine Krebserkrankung zu über­leben (für mehr als fünf Jahre), hat sich in Öster­reich seit dem Jahr 2000 auf 61 Prozent erhöht. Mit dieser Rate ist  Österreich laut einer Studie an­lässlich des Welt-Krebstags am kommenden Sonntag hinter Schweden, Island und Frankreich an  vierter Stelle!

 

Blick auf das Ganze

Jesus lässt sich anfragen und auffordern, aber dann doch anders als Petrus es sich vorgestellt hat. Obwohl so viel anliegt, so viel zu tun ist, verliert er seinen eigentlichen Auftrag, dass was er den Menschen zu geben hat, nicht aus dem Blick. Er will vom Reich Gottes erzählen, da liegt seine Begabung, sein Charisma, das was er für die Menschen tun kann. Er lässt die Dinge in einem anderen Licht sehen, Dämonen, die unseren Blick trüben uns die Sicht auf die Dinge auf die es ankommt versperren, treibt er aus. Er tut es im Auftrag Gottes.

Für uns alle gilt: Nach Zeiten der Anspannung brauchen wir eine Zeit der Entspannung, für das Gespräch und für das Gebet !

2.2.18 15:55, kommentieren