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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Mission ist Sendung und Befreiung

Ich möchte mit einer kleinen Begebenheit beginnen: “In El Paraiso, einem Vorort von Lima, der Hauptstadt von Peru, lebte das 6jährige Mädchen Barbi. Die Familie lebt bescheiden. Die Eltern arbeiten den ganzen Tag, damit sie vorwärts kommen und die Kinder zur Schule schicken können. Die Probleme begannen als ein Brüderchen geboren wurde, das behindert war und ganz von den Eltern abhängig war. Diese müssen auch die Medikamente kaufen, Dadurch wurde die Nahrung knapp. Es gab nicht mehr genug zu essen für die ganze Familie. Mit wehem Herzen entschloss sich Barbi, ihre Spielsachen zu verkaufen, um ihrer Mutter helfen zu können. So stand sie jedes Wochenende vor der Kapellentür und bot ihre Spielsachen an. Schließlich gelang es ihr nicht nur zu verkaufen, sondern sie erreichte auch, dass ein Arzt ihr Brüderchen einmal in der Woche besuchen kommt“.
So ein 6jähriges Mädchen aus dem Missionsland Peru will uns zeigen, was man durch Anstrengung und Großherzigkeit erreichen kann.
Gerade in Südamerika war die Geschichte der christlichen Mission nicht immer rühmlich. Leider ist sie oft in Einklang mit Kolonialismus gestanden. Noch heute haben die Missionare darunter zu leiden. Zwei Sätze darf ich dem heutigen Sonntag der Weltmission voran stellen:
Mission heißt Sendung, Mission heißt Befreiung.
1.) Mission heißt Sendung.
Der erste, der vom Vater gesandt wurde, ist Jesus Christus. In der Synagoge seiner Vaterstadt Nazareth hat er seine Landsleute verblüfft mit der Feststellung: „Der Geist des Herrn ruht auf mir. Denn der Herr hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe!“

Die Kirche dieser Zeit ist nicht mehr nur europäische Kirche, sie
ist im Innersten zu einer Weltkirche geworden. Das Leben der Kirche von heute blüht nicht so sehr auf in Europa, sondern vor allem in den Kirchen von Afrika, Ostasien  und Südamerika.

Heute gebe es in großen Teilen der Welt eine "merkwürdige Gottvergessenheit". "Es scheint auch ohne ihn zu gehen. Aber zugleich gibt es auch ein Gefühl der Frustration, der Unzufriedenheit. Wir müssen darüber froh sein, dass der lange Wahlkampf vorbei ist. Er hat sich  ausgezeichnet durch viele Lieblosigkeiten!
2.) Mission ist Befreiung.
Dazu einige kurze Sätze: Entwicklungshilfe ist der moderne Name für Frieden. „Eine Welt, in der einige bequem und im Überfluss leben, während die Hälfte der Menschheit von weniger als zwei Dollar am Tag lebt, ist weder gerecht noch stabil“
Die Kirche hat eine prophetische Option, Stimme zu sein für die Millionen Armen und Ausgegrenzten, die weithin keine Stimme haben. Gerade im Zeitalter der Weltraumfahrt und der Überproduktion von Lebensmitteln ist es einfach ein Skandal, dass noch viele Hunderttausende, vor allem Kinder,  jährlich verhungern müssen.

16.10.17 21:36, kommentieren

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Wir sind eingeladen!

Gott ladet ein! Lesung und Evangelium dieses Sonntags sollen uns diese Einladung Gottes überbringen
"Stell' dir vor, es ist Hochzeit, und keiner geht hin" so könnten wir die Eingangssituation des heutigen Evangeliums umreißen
Wie steh ich zu dieser Einladung?
Im Evangelium will uns Jesus sagen, wie verschiedenartig Menschen seine großherzige Einladung annehmen

1.) Die erste Einladung
stößt auf völlige Gleichgültigkeit: Sie wollten nicht kommen" sie bleiben lieber an den Tischen ihrer Bequemlichkeit und Alltäglichkeit; sie gehen die gewohnten Wege weiter: ins Geschäft, auf den Acker, heute würde man sagen, sie spekulieren lieber mit Wirtschaft und Geld.
Kein Interesse für religiöse Angebote! Kommt uns das nicht sehr bekannt vor?

 

2.) Die zweite Einladung,
wird ein einziges Fiasko: „Sie ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie." Die Sorge Gottes um den Menschen wird mit Hass und Bosheit erwidert: von Stefanus, den sie steinigen, bis zu Franz Jägerstätter, den sie hinrichten.
Das geht herauf bis zu den Christenverfolgungen unserer Tage,

Heute gibt es mehr Märtyrer als in den ersten christlichen Jahrhunderten, Brüder und Schwestern von uns. Sie leiden, sie leben den Glauben bis zum Martyrium. Aber das Martyrium ist nie ein Scheitern, sondern die höchste Weise des christlichen Zeugnisses
3.) Die dritte Einladung:
Gott lässt sich weder durch Gleichgültigkeit noch durch massive Brutalität von seinem Plan abbringen, die Menschen einzuladen. „Geht also hinaus und ladet alle, die ihr trefft!" Die Einladung wird weltweit: „Geht in alle Welt!"
Dieses Gleichnis ermutigt auch zur Freude: In der Lesung haben wir gehört; "Der Herr wird für alle Völker ein Festmahl geben."
Immer neue Boten werden ausgeschickt. denn Gott gibt nicht auf, wenn es um den Menschen geht. Und so geschieht zu guter Letzt das Wunder: Die Hochzeit findet auf jeden Fall statt, „Der Hochzeitssaal füllte sich mit Gästen!"

.Gott hat Platz auch für mich!

Der große Konvertit Henry Newman drückt seine Freude darüber mit diesen Worten aus:
 Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein ,wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan,auf Gottes Erde, den kein anderer hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und er ruft mich mit meinem Namen.
Krankjammerer dürfen nicht die Oberhand gewinnen,.

Wir müssen uns von Jesus anstecken lassen Dies geschieht nicht nur durch den Besuch der Sonntagsmesse, sondern am Arbeitsplatz, an der Kasse im Su­permarkt oder in der Straßenbahn. Aber es braucht Mut, anderen zum Segen zu werden

Diese Freude dürfen wir mitnehmen: Ich bin eingeladen! Gott hat Platz für mich!

9.10.17 21:39, kommentieren