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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Eine befreiende Botschaft

Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
Die bewundernswerte Vollmacht Jesu erwächst aus seiner Liebe, die scheinbar Unmögliches möglich macht.

1.)    Jesu göttliche Vollmacht

Am vorigen Sonntag haben wir die Zusammenfassung der Botschaft Jesu gehört in dem Satz: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ Heute zeigt uns der Evangelist Markus, dass Jesu Lehre „voll göttlicher Macht“ ist. Sogar zerstörerische Mächte müssen ihm weichen . Alle nehmen staunend und mit Schrecken wahr, dass die Herrschaft Gottes in Vollmacht ankommt und Neues in Jesus anbricht. Jesus, über den in der Taufe am Jordan der Geist herabgekommen ist, redet und lebt durch diesen Geist aus der Macht seines Vaters. Der Dämon, der als gefallenes Geistwesen Anteil hat am Wissen der überirdischen Mächte, erkennt, wen er vor sich hat. Er versucht, in falscher Wichtigtuerei das Geheimnis Jesu bekannt zu machen und die Menschen durcheinander zu bringen Das griechische Wort für Satan, diabolos, auf deutsch  „der Durcheinanderbringer“ weist deutlich auf das Wesen des Satans hin.
Der junge Bischof Oster  von Passau spricht das mit diesen Worten deutlich aus:Der Satan ist  nicht einfach das neutrale Böse, sondern der Böse. Dieser » Böse« ist eine personale Größe. Ich halte es dabei mit denen, die sagen, die größte List des Teufels ist die, den Menschen weiszumachen, dass es ihn nicht mehr gibt.“
Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun. Was wir auch heute gegen diese schreckliche Macht tun können, sagt uns der Wahlspruch des früheren Linzer Bischofs Josef Fliesser:   Überwinde das Böse durch das Gute


2.) Die befreiende Botschaft

Doch soll uns das Evangelium  heute ermutigen. Denn auch wir stehen  mitunter in unserem Leben im Einfluss dunkler Mächte.

Auch wenn wir mitunter in Schuld geraten, Jesu Wort von der Vergebung richtet uns wieder auf!
Der verstorbene Kardinal König hat recht mit diesem Wort: Versöhnung steht im Mittelpunkt jedes christlichen Lebens. Wir sollten  uns immer um Versöhnung bemühen, denn wir leben in einer unversöhnten Zeit, in  einer unversöhnten Welt.“
Wir sind Menschen, die immer wieder den Mut aufbringen sollen, umzukehren.
Ein ehemals russischer Kriegsgefangener sagte einmal:„Ich verstehe nicht, warum die Leute die Umkehr nicht mögen. Ich verdanke ihr eines meiner glücklichsten Erlebnisse. Es war in russischer Gefangenschaft. Tagelang fuhren wir in Viehwagen gegen Osten. Wir wussten,  dass wir immer weiter wegkamen von daheim, dass Sibirien mit seiner Kälte und Dunkelheit, mit seinem Hunger und seiner Schinderei uns näher kam.

Eines Tages blieben wir stehen. Unsere Wachen rannten aufgeregt hin und her. Wir wussten nicht, warum wir hielten. Sollten wir erschossen werden? Auf einmal hieß es: Umkehren! Es ist Waffenstillstand. Es geht nicht nach Sibirien. Es geht heimwärts. Seither hat das Wort Umkehr für mich den Klang von Freiheit. Ohne Umkehr wäre ich in Sibirien verrottet."
Jesu befreiende Botschaft heißt: Das Licht ist stärker als alle Finsternis!

23.1.18 16:04, kommentieren

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Das Evangelium muss man leben!

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes

Der Vorläufer Jesu, Johannes der Täufer, hat seine Aufgabe erfüllt bis zu seinem bitteren Tod in der herodianischen  Festung Machärus.
Jesus ist jetzt dran!
Jesus  predigt nicht sich, sondern das, was von Gott kommt.
Vier  wichtige Punkt hören wir in seiner Predigt:
1.) Die Zeit ist erfüllt !
2.) Das Reich Gottes ist nahe!
3.) Kehrt um!
4.) Glaubt an das Evangelium!

1.) "Die Zeit ist erfüllt!"

Im Griechischen steht für Zeit das Wort „Kairos“. Es meint, dass der günstigste Zeitpunkt gekommen ist, den Gott für uns Menschen hat. Jesus ist der Menschgewordene, der diese Heilszeit prägt. Er zeigt uns den Weg.
 Wie ? Das sehen wir an der Jünger-Berufung: „Er sagte zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Die Jünger erkennen die Chance ihres Lebens. „Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach."
Jesus gibt uns die Chance, in sein Evangelium hineinzuwachsen, Ihn zum Freund zu gewinnen.

2,) "Das Reich Gottes ist nahe!"

Was heißt das? Eine neue Botschaft geht durchs Land: Gott liebt den Menschen grenzenlos!
Eine Schale will ich sein, empfänglich für den Gedanken des Friedens. Eine Schale für dich, Heiliger Geist.
Die neue Botschaft Jesu ist keine Gerichtandrohung wie wir sie bei dem Täufer Johannes hörten. Sie lautet: Gott liebt alle Menschen, die Guten und die Bösen, die Bösen liebt er, damit sie gut werden. Deshalb geht Jesus auf die Außenseiter zu, die Sünder, Zöllner, die Ehebrecher. Er gibt allen eine Chance und das Reich Gottes setzt sich durch. Johannes predigte in der Wüste und lebte asketisch. Jesus predigt am See von Galiläa, einem lebensfreundlichen Ort, wo es Wasser, Grünes und Blüten gibt. Er aß und trank und ließ sich zu Feiern einladen.
3.) "Kehrt um!"“

 Gustav Heinemann, der ehemalige Bundespräsident Deutschlands, sagte: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte
Kard. Newman ruft uns zu:Leben heißt: sich wandeln.Vollkommen sein heißt: sich oft gewandelt haben.
 Ziel der Umkehr ist Gott, der in Jesus schwach und demütig kommt. Das ist neu. Dass Gott mächtig und kraftvoll kommt, erwartete jeder. Nicht zum Herrschen,
sondern zum Dienen,
Zeichen seiner großen Güte und Liebe, als Dienst von unten. Das will auch heute nicht in die Köpfe. Kehren wir um zum Neuen Denken der Gewaltlosigkeit!

4.)"Glaubt an das Evangelium!"

Die Herrschaft Gottes ist da.

Wenn Jesus einen Menschen in seine Nachfolge beruft, so ist das immer ein ganz persönlicher Ruf, eine Begegnung mit der göttlichen Liebe. Ohne viele Worte und Erklärungen weiß sich der Berufene erkannt, erwählt und angenommen. Er kennt den Blick Jesu und versteht ihn. Was bisher war, ist vorbei. Die Nachfolge verändert sein Leben. Gerade Papst Franziskus zeigt uns deutlich: „Das Evangelium soll man nicht  nur predigen: Das Evangelium muss man leben!


16.1.18 19:23, kommentieren