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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 91
 


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Solidarität Gottes mit uns Menschen

„Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.“
Diese Worte hat Jesus zu den vielen Zuhörern nach dem unfassbaren Erlebnis der wunderbaren Brotvermehrung in der Synagoge von Kapharnaum gesprochen.
Beim Letzten Abendmahl, also unmittelbar vor den so schmerzhaften Ereignissen des Karfreitags, hat Jesus diese Worte auch in die Tat umgesetzt.
Die Eucharistie ist  das Sakrament der Gemeinschaft, das wir gemeinsam mit Gott und mit den Mitmenschen feiern. Es führt den Menschen aus dem Individualismus und aus der Anonymität heraus .  In der Eucharistie erfahren wir die Solidarität Gottes mit dem Menschen
Eucharistie ist Ausdruck der unfassbaren Liebe Jesu zu uns Menschen!
Ein herrlicher Ausspruch des Dichters Novalis, wenn er sagt:
Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte,  das Amen des Universums
Am Fronleichnamstag tragen wir Christus, geborgen in der Monstranz, durch die Straßen unserer Heimat!
 Monstranz erinnert uns auch an Demonstration:
Fronleichnam kann so zu einer Demonstration für unseren Glauben an die Gemeinschaft mit Gott sein, der für uns den Tod überwunden und uns das künftige Leben in der Geborgenheit seiner Gegenwart verheißen hat.
Gerne erinnere ich mich daran, wie ich in den Jahren des Kriegsanfangs bei der Fronleichnamsprozession der Herz-Pfarre als Ministrant an der Spitze der Prozession das Kreuz getragen habe. In einer schwierigen Zeit durfte ich mich als junger Mensch zu Christus bekennen. Das hat mir Freude bereitet. Das war in der Zeit, bevor ich selbst einrücken musste.
Auch heute soll das Fronleichnamsfest innerliche Freude bereiten.
Gerade in unserer so bewegten Zeit können wir
Christen einen unersetzlichen Dienst an der Gesellschaft leisten, wenn wir wieder mehr Mut und Motivation zur Freude hätten. Denn Freude im christlichen Sinn hat nichts mit falschen Optimismus zu tun. Sie ist vielmehr eine Grundstimmung des Friedens, der geglückten Beziehung  zu Gott, zur Umwelt und zu sich selbst. Freude im christlichen Sinn ist die Erfahrung der Harmonie mit der Schöpfungs- und Heilsordnung.
Fronleichnam heißt: Jesus steht auf unserer Seite.
Wir dürfen uns freuen über diese Solidarität Gottes mit uns Menschen!

         Wie notwendig ist gerade in unserer Welt das Zeugnis gelebter Freude! Einer Freude, die auch das Leid ganz ernst nimmt und es trotzdem umgreift. Und wie wichtig wären Christen, die jene Heiterkeit des Herzens ausstrahlen, die ihnen ihr Glaube schenkt. Erfüllt von einer Freude, „Die uns niemand nehmen kann!“

11.6.17 15:35, kommentieren

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Ein Fest gegen den Egoismus

Der Dreifaltigkeitssonntag ist ein Fest gegen den Egoismus
Der Glaube an einen dreifaltigen Gott hat seine Wurzeln im Geheimnis der Liebe Gottes. Der Mensch und die ganze Schöpfung wurden von ihm aus Liebe geschaffen. Gott nimmt auch teil am Leben der Menschen. Er hört ihre Not. Der Dreifaltigkeitssonntag ist ein Fest gegen den Egoismus und fordert uns auf, die Liebe Gottes anzunehmen und weiterzutragen.

1.)  Gott ist Liebe, die sich verschenkt

Der Mensch ist ein Ebenbild von Gott. Gott ist der Vater, der diese Welt aus Liebe geschaffen hat. Gott ist der Sohn. Im Sohn zeigt sich die ganze Liebe des Vaters. Im Heiligen Geist wirkt Gott auch heute in der Welt und in seiner Kirche.
Es ist der Gott für uns.
Dort, wo der Mensch sein Leben für andere lebt, dort zeigt er viel von Gott. Der Mensch findet dort zu sich selbst, zu seinem Wesen, wenn er für andere Menschen lebt. Denn: Gott ist nicht für sich allein geblieben. Gott hat sich - in seiner großen Liebe - verschenkt. Die Liebe sucht immer das Leben, das Glück und auch die Freude des anderen..

2.) Kriege sind ein Verbrechen gegen die Liebe Gottes

Gott geht immer mit seinem Volk, das hat sich in der Geschichte Gottes mit uns immer gezeigt. Wo wir uns auf Gott einlassen, wo wir Frieden halten, wo wir versuchen in Gott eine Gemeinschaft zu sein, dort wird er unser Leben mit uns teilen..

Doch wie oft wurden und werden auch heute noch Menschen getötet und unterdrückt wegen ihrer religiösen Anschauung, wegen ihrer politischen Meinung. Der ganze Terror, den wir zurzeit erleben, ist doch auch ein Zeichen davon, dass Menschen nur noch ihre eigenen Interessen sehen. Da ist kein Zugehen mehr auf andere. Da ist auch kein Verständnis für andere.
Viele Probleme, ganz besonders die Flüchtlingsprobleme sind eine Herausforderung, auch an uns als Christen. Hier zeigt sich ob wir nur für uns leben wollen oder ob wir bereit sind zu teilen, ob wir offen sind für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen.


3.) Gott bleibt für uns Menschen ein Geheimnis

Gott kann von uns Menschen nicht erklärt werden, er übersteigt letztlich unser Denken
Ehrlich und demütig klingen die Worte  des Naturwissenschaftlers und Nobelpreisträgers für Physik Carlo Rubbia:
Als Forscher bin ich tief beeindruckt durch die Ordnung und die Schönheit, die ich im Kosmos finde, sowie im Innern der materiellen Dinge. Und als Beobachter der Natur kann ich den Gedanken nicht zurückweisen, dass hier eine höhere Ordnung im Voraus existiert. Die Vorstellung, dass dies alles der Ergebnis eines Zufalls oder bloß statistischer Vielfalt sei, sie ist für mich vollkommen unannehmbar.“

Eines soll unser Leben bestimmen: Gott ist die Liebe!

„Gott hat die Welt so sehr geliebt,  dass er seinen einzigen Sohn hingab“

5.6.17 20:43, kommentieren