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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Hiroshima verdrängt den Tabor!

 

 


Der heutige Sonntag , der 6. August stellt eine seltene Ausnahme in unserer Liturgie dar: Die Feier der Sonntagsmesse hat Vorrang! Im Normalfall verdrängt der Sonntag die Heiligenfeste, die auf einen Sonntag fallen. Heute erleben wir eine Ausnahme: Das Fest Verklärung wird so wichtig gesehen, dass es den Sonntag verdrängt!
Wir gehören aber auch zu einer Generation, die das schreckliche Geschehen um den 6. August 1945 erlebt haben. Wir dürfen auch sagen: Hiroshima verdrängt den Tabor!
1.)  Was  ist am 6. August 1945 geschehen?
 Gegen 7 Uhr Ortszeit, eine Stunde vor der Ankunft über Japan, entdeckte das japanische Frühwarnsystem die drei Flugzeuge. Es wurde Alarm ausgerufen, Radiosendungen wurden unterbrochen. Gegen 8 Uhr gab die Radarüberwachung in Hiroshima Entwarnung: Sie hielt das sehr hoch fliegende amerikanische Flugzeug für eine Aufklärungsmaschine Der Gang in den Luftschutzbunker wurde daraufhin nur für den Fall empfohlen, dass tatsächlich Bomberverbände gesichtet würden..
Es kam aber anders:
Um 8:15 Uhr und 17 Sekunden Ortszeit klinkte der US-Bomber Enola Gay die Bombe in 9.450 Metern Höhe aus. Um 8:16 Uhr und zwei Sekunden detonierte sie in 580 Metern Höhe über der Innenstadt von Hiroshima. 43 Sekunden später hatte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadtfläche dem Erdboden gleich gemacht. Es entstand ein Feuerball mit einer Innentemperatur von über einer Million Grad Celsius. Die Hitzewirkung ließ noch in über zehn Kilometer Entfernung Bäume in Flammen aufgehen. Von den 76.000 Häusern der Großstadt wurden 70.000 zerstört oder beschädigt.
Dieses schreckliche Geschehen steht wie ein drohendes Warnsignal über der Zukunft unseres Planeten. Wissen wir doch über die derzeitige Entwicklung der atomaren Kräfte: Sie sind imstand, die gesamte Menschheit unseres Erdballs in mehrfacher Weise auszulöschen.

2.)
  Da kehren wir erleichtert zurück zum Taborerlebnis des heutigen Festes
.
Jesus musste erleben, dass er vor allem bei den Inhabern der politischen Macht, bei den Pharisäern und Schriftgelehrten auf Widerstand stieß. Seine Gegner versuchten wiederholt ihn in eine Falle zu locken. Wie dunkle Gewitterwolken stiegen Ängste auf.
Uns führt diese Erzählung mit Jesus auf einen hohen Berg, damit wir seiner göttlichen Wahrheit näherkommen. Der Berg ist nicht nur ein Ort des äußeren Aufstiegs. Der Berg ist ein Sinnbild für eine innere Aufwärtsentwicklung. Dazu gibt der Evangelist Lukas einen Hinweis mit den Worten: "Während Jesus betete, verwandelte sich sein Aussehen." Verklärung ist eine Frucht des Betens. Je vertrauensvoller wir beten, umso durchlässiger werden wir für das Wirken Gottes. Verklärung will unseren Glauben stärken, dass wir mitten in Schwierigkeiten die Nähe Gottes erfahren dürfen.

Verklärung will ermuntern, im Sturm des Gewitters nicht zu zweifeln, Die Verklärung Christi will den Glauben festigen, dass hinter jedem Leiden und nach durchgestandenem Karfreitag ein Ostern wartet. 


 

 

1 Kommentar 1.8.17 20:17, kommentieren

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Wo finde ich Gottes Schatz?

Jesus sagt uns:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.
Aber wo kann ich diesen Schatz finden?

Der verborgene Schatz im Buch der der Natur

Das Buch der Natur führt uns  immer wieder zum Staunen. Die Schöpfung ist voll von Wundern, die Franz von Assisi im "Sonnengesang" zum Ausdruck bringt. Und wer in der Nacht die Sterne betrachtet, schaut ins tiefe, weite Universum. Da fängt jeder Mensch zu singen an: "Die Himmel rühmen des ewigen Ehre" Da entdeckt der Mensch Gott, den verborgenen Schatz im Acker der Natur. Wer aber Gott gefunden hat, hat alles gefunden.
Bischof Reinhold Stecher scheibt in seinem Buch "Botschaft der Berge": "Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge". Menschen fühlen sich Gott am nächsten auf den Bergen. Gerade jetzt in der Urlaubszeit finden Wanderer im Gebirge die Nähe zum Himmel.

Der verborgene Schatz im Buche der Bibel
Den verborgenen Schatz kann ich nicht nur im Buch der Natur, sondern auch in der Heiligen Schrift finden. Bei Papst Franziskus spüren wir seine Freude am Evangelium. In seinem  Schreiben  "Evangelii Gaudium" zu deutsch  „Die Freude des Evangeliums „  schreibt er: "Das Evangelium antwortet auf die tiefsten Bedürfnisse des Menschen… Es ist eine Antwort, die tief ins Innerste des Menschen hinabfällt und ihn stützen und erheben kann. Unsere unendliche Traurigkeit kann nur durch eine unendliche Liebe geheilt werden". Wer also die unendliche Liebe Gottes, die in Jesus Christus erschienen ist, erkannt hat, hat den verborgenen Schatz gefunden.
Wenn wir auf die 2.000 jährige Geschichte der Kirche zurückblicken, dann erkennen wir:  Man kann der Kirche alles nehmen, sie bleibt trotzdem reich. Sie hat alles: Jesus Christus und sein Wort. Und das genügt.

Der verborgene Schatz im eigenen Buch des Lebens
Wer auf sein Leben zurückschaut, muss erkennen:
Unser Leben ist ein Geschenk! Wir vergessen nur allzu oft, dass wir Gott für dieses herrliche Geschenk auch danken!    
Der große  deutsche Physiker Albert Einstein sagt:
Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.“
Im Grunde bewegen nur zwei Fragen die Menschheit: Wie hat alles angefangen und wie wird alles enden?
Immer wieder bewegt uns die Frage: Wie finde ich das Glück des Lebens? Ist es der Erfolg um jeden Preis? Manche Sportler opfern sogar ihre Gesundheit, um in das Guiness-Buch der Rekorde zu kommen.
Andere sagen: "Mein Schatz ist die Gesundheit und für die tue ich alles".

Kurz vor seinem Kreuzestod hat uns Jesus einen unersetzlichen Schatz hinterlassen: Die  Eucharistie!  Wer Jesus in der Eucharistie gefunden hat, hat den höchsten Schatz gefunden. Hier dürfen wir Gottes Liebe und Nähe erfahren! Diesen verborgenen Schatz erkennen wir jetzt nur im Glauben. Aber einmal wird der Schleier des eucharistischen Brotes fallen und wir werden Gott von Angesicht zu Angesicht schauen dürfen.      

25.7.17 21:56, kommentieren