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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Blog

Wie lösen wir die Probleme unserer Zeit?


 „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt…“

Der moderne Mensch hat es weithin verlernt mit der Herrlichkeit und mit der Größe Gottes zu rechnen, denn Gott hat es so eingerichtet, dass er uns in unserem Leben immer wieder im Kleide der Unscheinbaren, der Machtlosen, der Armen begegnet, ja sich mit ihnen gleichsetzt, wenn wir heute hören: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.


1.) Wie kann unser Leben vor Gott gelingen?

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen. Nicht aber nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.

Nicht Dogmentreue oder moralische Gesetze, nicht Konfessionszugehörigkeit, sind im Geiste dieses Evangeliums in erster Linie entscheidend für den König, der Gericht hält.

Was letztlich zählt, und womit die Welt immer wieder verändert werden kann, im Kleinen wie im Großen, ist die menschliche Hilfsbereitschaft. Im Evangelium sagt uns Jesus sehr deutlich: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

2. ) Die Welt von heute steckt in einer Sinnkrise
In einem  der mächtigsten Staaten dieser Erde wurde vom Volk  ein Mann an  die Spitze gewählt, der vom Einsatz der Atombombe spricht, der alles daran setzt um die Krankenversicherung abzuschaffen!
Nicht eine Globalisierung, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, kann eine Lösung  in dieser offensichtlichen Sinnkrise bringen.

3) Es geht um das Zeugnis des Lebens, um Vorbilder!
Diese können gerade auch die jungen Menschen überzeugen.
Wenn ich an Vorbilder von menschlicher
  Hilfsbereitschaft denke , fallen mir gleich 3 Frauen ein:
Elisabeth von Thüringen, Mutter Teresa aus Kalkutta und die jüngst verstorbene Sr. Ruth Pfau aus Karatschi in Pakistan.
Von
Elisabeth von Thüringen haben wir am vergangenen Sonntag, dem Elisabeth- Sonntag gesprochen. Ganz  aufgerieben im Dienst an den Kranken ist mit 24 Lebensjahren verstorben  
 Die schlichte Mutter Teresa war gerade für die Ärmsten der Armen da. Sie erzählt: „Ich vergesse es nie, wie ich einst einen Mann von der Straße auflas. Er war mit Maden bedeckt. Sein Gesicht war die einzige Stelle, die sauber war. Ich brachte den Mann ins Heim für Sterbende und er sagte nur einen Satz: "Ich habe wie ein Tier auf der Straße gelebt, aber nun werde ich wie ein Engel sterben, geliebt und umsorgt." Und er starb wunderschön.
Sr. Ruth Pfau setzte ihr ganzes Leben  für die Heilung der Leprakranken ein.  1996 war die Lepra in Pakistan erstmals unter Kontrolle.     Sie starb am 10. August 2017 an multiplem Organversagen als Folge eines Schwächeanfalls. Sie erhielt ein Staatsbegräbnis Das pakistanische Außenministerium würdigte Pfau in einer Erklärung als „Nationalheldin“.

Es gibt in dieser Zeit nur eine Herrschaft, die Christus durch uns ausüben will: die
Herrschaft der menschlichen Hilfsbereitschaft!

22.11.17 10:39, kommentieren

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Talente einsetzen

In der Art des  altgriechische Dichter Aesop wurde folgende  Tierfabel verfasst:.
„Ein Haufen schnatternder Gänse wohnt auf einem wunderbaren Hof. Sie veranstalten alle sieben Tage eine herrliche Parade. Das stattliche Federvieh wandert im Gänsemarsch zum Zaun, wo der beredtste Gänserich mit ergreifenden Worten schnatternd die Herrlichkeit der Gänse dartut. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen, wie in Vorzeiten die Gänse mit ihrem mächtigen Gespann die Meere und Kontinente beflogen haben. Er vergaß nicht dabei das Lob an Gottes Schöpfermacht zu betonen.
Die Gänse sind tief beeindruckt. Sie senken andächtig ihre Köpfe und drücken ihre Flügel fest an den wohlgenährten Körper, der noch nie den Boden verlassen hat. Sie watscheln auseinander, voll Lobes für die gute Predigt und den beredten Gänserich.
Aber das - ist auch alles. Fliegen tun sie nicht. Sie machen nicht einmal den Versuch. Sie kommen gar nicht auf den Gedanken. Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, der Hof ist sicher, und ihr Leben bequem.“

„Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, der Hof ist sicher, und ihr Leben bequem.“
Das ist genau die
1.) Geisteshaltung des dritten Dieners aus diesem Evangelium.
Bequem das Leben genießen. Den sicheren Weg gehen, nur nichts wagen. So kommt man am besten durchs Leben!
Ihn trifft das vernichtende Wort des Herrn:“
Du bist ein schlechter und fauler Diener!“ Das Evangelium will uns sagen: Gott hat jedem Menschen ein gewisses Maß von Talenten gegeben. Diese Talente müssen wir auch einsetzen. Denken wir nur  an die Unzahl von freiwilligen Helfern in unseren  Feuerwehren,  an unsere vielen Helfer im Dienst des Roten Kreuzes! Auch unsere Kirche könnte ohne die Mithilfe vieler freiwilliger Helfer nicht existieren!
1.) Der heutige Sonntag wir auch „Elisabeth- Sonntag“ genannt:
Elisabeth war die Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und seiner Gattin Gertrud von Andechs in Bayern. Schon mit vier Jahren kam sie auf die Wartburg, wo sie von der Landgräfin Sophie, ihrer späteren Schwiegermutter, erzogen wurde. Vierzehnjährig wurde sie mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen vermählt. Die glückliche Ehe dauerte nur sechs Jahre, denn 1227 starb Ludwig auf dem Kreuzzug, auf dem er bald starb. Als die Todesnachricht kam, war Elisabeth 19 Jahre alt. Sie floh mit ihren drei Kindern von der Wartburg, wo man ihre Liebe  zu den Armen nicht verstand. Elisabeth  lebte in großer Armut. Sie konnte jedoch bei Marburg an der Lahn ein Spital gründen, das sie leitete und in dem sie die Arbeiten übernahm, die sonst niemand tun wollte. Sie selbst starb ganz aufgerieben im 24.Lebenjahr. Erst nach ihrem Tod wurde ihre Größe sichtbar
2.) Daher  hat unser Papst den heutigen Tag zum „Tag der Armen“ausgerufen.
Denken  wir nur an den  5jährige Flüchtlingsbuben  Antony. Er war am Montag unter einem Güterwaggon versteckt am Brenner vor Frost zitternd gefunden worden. Er konnte im letzten Augenblick vor dem Erfrierungstod gerettet werden.
Denken wir auch an die vielen Verhungernden in Jemen und in Afrika.
Die Talente die Gott uns gegeben hat, dürfen nicht brach liegen!

16.11.17 14:20, kommentieren