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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 92
 


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Eine unvergessliche Stunde

Noch nach Jahrzehnten erinnern sich die beiden Jünger: "Es war um die zehnte Stunde." Gibt es auch in unserem Leben, in unserer Geschichte mit Gott, mit Jesus Christus solche Stunden, an die wir uns nach Jahren oder sogar nach Jahrzehnten noch erinnern?
Was war es, das sich den beiden Jüngern so tief ins Gedächtnis eingegraben hat? Es war ihre erste Begegnung mit Jesus!
Die Jünger sind mit Johannes dem Täufer zusammen. Jesus geht vorüber. Da richtet Johannes auf Jesus seinen Blick und sagt: "Seht, das Lamm Gottes!" Die beiden Jünger haben sicher nicht sofort begriffen, was Johannes mit diesen Worten sagen wollte. Aber sie sind auf Jesus aufmerksam und auf ihn neugierig geworden.

1.)  Die lebensentscheidende Begegnung mit Jesus
Durch ihre Aufmerksamkeit für Jesus motiviert, gehen die Jünger ihm nach. Jesus aber wendet sich um und fragt: "Was wollt ihr?"
Die Antwort der Jünger auf die Frage Jesu, was sie wollen, klingt oberflächlich betrachtet nach einer gewissen Verlegenheit: "Meister, wo wohnst du?" Wir dürfen davon ausgehen, dass sich diese Frage nicht auf das Quartier von Jesus bezieht. Es handelt sich um eine Frage nach dem Ursprun
g: Woher kommst du? Wer bist du?
Jesus antwortet auf die Frage der Jünger, wo er wohne, mit einer Einladung: "Kommt und seht!" Die Jünger folgen dieser Einladung und verbringen dann den Tag mit ihm. Und dieses Verweilen bei Jesus führt zu der Erkenntnis: "Wir haben den Messias gefunden." - Es war diese lebensentscheidende Begegnung, die sich so tief in das Gedächtnis der Jünger gegraben hat, dass sie die Stunde nie vergessen haben.

2.) Suchen, kommen und sehen, finden und nachfolgen
.Es kann Stunden geben, in denen sich das Suchen, das Kommen und Sehen, das Finden und schließlich das Nachfolgen so eindrucksvoll ereignen, dass wir diese Stunden nie in unserem Leben vergessen werden. 
Etwas Erfreuliches unserer Zeit:

In der Augsburger Messe hat am Donnerstag die ökumenische Glaubenskonferenz „Mehr“ begonnen. Diesmal nehmen daran laut Angaben der Organisatoren über 11.000 Menschen teil, mehr als je zuvor. Wegen der hohen Besucherzahl stößt dieses Jugendtreffen allmählich an ihre Grenzen: Die Kapazität der Räumlichkeiten in Augsburg sind nun fast erschöpft.

3.) Zum Abschluss: Der „Floitenschritt“.
Gerne denke ich da zurück an so manche prickelnde Klettererlebnisse in unserer so herrlichen Bergheimat! Ich  denke hier an unsere Zillertaler Alpen: Die Bergsteiger kennen ihn gut, jenen Weg von der Berliner Hütter über den Schwarzensee hinauf  zur Zsigmondyspitze mit 3083 m .Tief unten das Floitental.
Von dem breiten Riss in der Tausendmeterwand ist ein mutiger Spreizschritt nötig. Die Bergsteiger nennen diesen  Spreizschritt nach dem tief unten liegenenden Floitental, den „Floitenschritt“.
Manchmal verlangt einfach der Glaube diesen Spreizschritt. Und dann zwingt das Leben wiederum zum Spreizschritt bei Entscheidungen für weitreichende Bindungen persönlicher Art. Vielleicht kann man, ohne ungerecht zu sein, sagen, dass unsere satte, bürgerliche und bequeme Welt mutige Entscheidungen scheut: Ein Wort zieht ganz deutlich durch die Botschaft Jesu, das ermutigende „Fürchtet euch nicht“

9.1.18 18:19, kommentieren

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Die Taufe- ein verpflichtender Auftrag!

Das Fest der Taufe Jesu markiert den Abschluss des Weihnachtsfestkreises. Was wir im Weihnachtsgeheimnis feiern, das neue Gottesverhältnis, das mit der Menschwerdung des Gottessohnes begonnen hat, wird in der Taufe Jesu sichtbar. Es gipfelt in der Zusage: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Durch die Taufe hat
jeder Getaufte Anteil an dieser neuen Gottesbeziehung, am Reiche Gottes, an seiner Kirche denn wir alle sind die Kirche Jesu
1.) Durch die Taufe hat jeder Getaufte Anteil am Reiche Gottes, an seiner Kirche .
Bei der Taufe Jesu am Jordan stehen
Jesus und Johannes der Täufer einander gegenüber. Sie hatten bereits eine erste Begegnung, als sie beide noch im Schoß ihrer Mütter waren. Sobald der Gruß Marias an das Ohr von Elisabeth drang, hüpfte das Kind, also der später so benannte Johannes, voll Freude im Leib seiner Mutter Johannes hatte in seinen Predigten in der Wüste wiederholt auf das Kommen eines Größeren als er selbst hingewiesen, und er sei nicht wert, diesem die Schuhe aufzuschnüren
 Nun steht aber der vor ihm, auf den er immer wieder als den Kommenden hingewiesen hatte, und Johannes spürt, dass nicht er selbst Jesus die Taufe spenden soll, sondern dass umgekehrt er von Jesus getauft werden sollte. Aber Jesus besteht darauf, von Johannes getauft zu werden, und so geschieht es auch.

2.) Taufe ist ein  verpflichtender Auftrag!
Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen
Jesus beansprucht keinen Logenplatz in dieser Welt. Er stellt sich hinein in die lange Reihe derer, die von Johannes die Taufe erbitten. Taufe heißt hinein genommen werden in die große Gemeinschaft der Erlösten.
Gerade der alarmierende Priestermangel muss ein Weckruf für alle Getauften sein:
Wir alle sind Kirche!

3.) Besonders gilt es, den „unermesslichen Beitrag“ von Frauen
für das kirchliche Leben zu würdigen. Es geht es darum, „die vielfältigen Gaben, die der Geist über die Kirche ausgießt, weise zu nutzen“.
Das
Konzil hat die Laien nicht als Kirchenmitglieder zweiter Ordnung und Befehlsempfänger verstanden, so Papst  Franziskus. Sie sollen vielmehr das Licht und die Hoffnung weitergeben, die Christus allen Menschen gebracht hat.

Die Gemeinschaft der Erlösten, das ist die Kirche, die Jesus bauen will, in dieser Gemeinschaft steht Jesus mitten drinnen.
 Er gibt sich mit den Sündern ab“  Das war der schwere Vorwurf der Braven von damals, der Schriftgelehrten und Pharisäer.
Mit denen, die am Rand der damaligen Gesellschaft standen, mit den schwerfälligen Fischern vom See Genesareth hat Jesus die Gemeinschaft der Erlösten, seine Kirche gebaut!

3.1.18 20:34, kommentieren