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Gottes Stärke ist seine Barmherzigkeit!

Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind,
säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.

Jesus spricht viel in Gleichnissen: Gleichnisse sind Lebensweisheiten in Form von Geschichten.
Was ist Weisheit? Sie ist Lebenserfahrung, die eine Generation der anderen weitergibt. Wir brauchen mehr Respekt vor der Weisheit unserer Vorfahren. Unsere Computer liefern eine Unmenge von Daten und Wissen, aber sie liefern uns keine Weisheit.
In der Lesung haben wir aus dem Buch der Weisheit gehört, das ist  jüngsten Buch des Alten Testaments, etwa um 50 v.  geschrieben.
Dort  heißt es:Weil du, Gott, über Stärke verfügst, richtest du in Milde“
Das ist für uns unverständlich. Gehört da nicht sofort Ordnung gemacht?
Aus menschlicher Sicht gehört das Böse entfernt, damit das Gute Bestand hat.
So einfach aber liegen die Dinge nicht. Was ist "gut", was "böse"? Wir leben immer nur in Teilwirklichkeiten, Teilerkenntnissen, Teilwahrheiten.
Es geht somit darum, dem Guten immer wieder eine Chance zu geben. Das braucht Zeit, Geduld, auch den Glauben an das Gute, Entdeckung des Urvertrauens, das jedem Menschen von Geburt an mitgegeben ist- und dann verlorengeht.
Das Evangelium gibt uns Einblick, wie Gott die Welt lenkt:
 nämlich mit einer unbegreiflichen Geduld und Nachsicht; mit einer Geduld, die auch das Unkraut wachsen lässt; oder dürfen wir sagen: mit einer Geduld, die auch dem Unkraut, dem Bösen in der Welt die Chance der Bekehrung gibt?


2.) Lasst beides wachsen bis zur Ernte.

Weil wir ganz selten die volle Wirklichkeit und Wahrheit zur Verfügung haben, mahnt Jesus zur Geduld: "Lasst beides bis zur Ernte wachsen."
Ungeduld hemmt Entwicklungen, zerstört Gutes. Das passiert leider auch in der Erziehung der jungen Menschen. So wird manches Talent, das sich zeigen kann, schon im Keim erstickt. Leider aber benötigt auch das Böse mitunter eine lange Vorlaufzeit, um als Unkraut wirksam zu werden und Schaden anzurichten.
Auch der Neid ist ein gefährliches Unkraut. Manche Menschen frisst er regelrecht auf und zerstört Beziehungen
Trotzdem legt uns Jesus Geduld nahe. Manchem reißt der Geduldfaden aber schon beim Einfädeln.
Der emeritierte Papst Benedikt brachte das auf den Punkt mit den Worten:
 Wir leiden unter der Geduld Gottes. Und doch brauchen wir sie alle. Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet.

 Ein Wunder der modernen Zeit ist das Überleben des Christentums in China : Ein noch größeres Wunder ist aber das Wachstum, das die katholische Kirche in China erlebt.

In letzter Zeit ist die Zahl der Katholik/innen in China auf geschätzte 12 Millionen angewachsen, und das trotz der brutalen Verfolgung durch die kommunistischen Machathaber.

.Dennoch gibt es viele Zeichen der Hoffnung. Chinas Priester berichten von bis zu 10.000 Erwachsenentaufen jährlich. Im christlichen Abendland hören wir mehr von Kirchenaustritten!
Kurz der Sinn dieser Gleichnisse: Gottes Stärke ist seine Barmherzigkeit!

18.7.17 08:38

Letzte Einträge: Wo finde ich Gottes Schatz?, Hiroshima verdrängt den Tabor!, Schau, das ist unsere Himmelmutter!, Die Macht des Gebetes, Christus ist der Fels

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