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Hiroshima verdrängt den Tabor!

 

 


Der heutige Sonntag , der 6. August stellt eine seltene Ausnahme in unserer Liturgie dar: Die Feier der Sonntagsmesse hat Vorrang! Im Normalfall verdrängt der Sonntag die Heiligenfeste, die auf einen Sonntag fallen. Heute erleben wir eine Ausnahme: Das Fest Verklärung wird so wichtig gesehen, dass es den Sonntag verdrängt!
Wir gehören aber auch zu einer Generation, die das schreckliche Geschehen um den 6. August 1945 erlebt haben. Wir dürfen auch sagen: Hiroshima verdrängt den Tabor!
1.)  Was  ist am 6. August 1945 geschehen?
 Gegen 7 Uhr Ortszeit, eine Stunde vor der Ankunft über Japan, entdeckte das japanische Frühwarnsystem die drei Flugzeuge. Es wurde Alarm ausgerufen, Radiosendungen wurden unterbrochen. Gegen 8 Uhr gab die Radarüberwachung in Hiroshima Entwarnung: Sie hielt das sehr hoch fliegende amerikanische Flugzeug für eine Aufklärungsmaschine Der Gang in den Luftschutzbunker wurde daraufhin nur für den Fall empfohlen, dass tatsächlich Bomberverbände gesichtet würden..
Es kam aber anders:
Um 8:15 Uhr und 17 Sekunden Ortszeit klinkte der US-Bomber Enola Gay die Bombe in 9.450 Metern Höhe aus. Um 8:16 Uhr und zwei Sekunden detonierte sie in 580 Metern Höhe über der Innenstadt von Hiroshima. 43 Sekunden später hatte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadtfläche dem Erdboden gleich gemacht. Es entstand ein Feuerball mit einer Innentemperatur von über einer Million Grad Celsius. Die Hitzewirkung ließ noch in über zehn Kilometer Entfernung Bäume in Flammen aufgehen. Von den 76.000 Häusern der Großstadt wurden 70.000 zerstört oder beschädigt.
Dieses schreckliche Geschehen steht wie ein drohendes Warnsignal über der Zukunft unseres Planeten. Wissen wir doch über die derzeitige Entwicklung der atomaren Kräfte: Sie sind imstand, die gesamte Menschheit unseres Erdballs in mehrfacher Weise auszulöschen.

2.)
  Da kehren wir erleichtert zurück zum Taborerlebnis des heutigen Festes
.
Jesus musste erleben, dass er vor allem bei den Inhabern der politischen Macht, bei den Pharisäern und Schriftgelehrten auf Widerstand stieß. Seine Gegner versuchten wiederholt ihn in eine Falle zu locken. Wie dunkle Gewitterwolken stiegen Ängste auf.
Uns führt diese Erzählung mit Jesus auf einen hohen Berg, damit wir seiner göttlichen Wahrheit näherkommen. Der Berg ist nicht nur ein Ort des äußeren Aufstiegs. Der Berg ist ein Sinnbild für eine innere Aufwärtsentwicklung. Dazu gibt der Evangelist Lukas einen Hinweis mit den Worten: "Während Jesus betete, verwandelte sich sein Aussehen." Verklärung ist eine Frucht des Betens. Je vertrauensvoller wir beten, umso durchlässiger werden wir für das Wirken Gottes. Verklärung will unseren Glauben stärken, dass wir mitten in Schwierigkeiten die Nähe Gottes erfahren dürfen.

Verklärung will ermuntern, im Sturm des Gewitters nicht zu zweifeln, Die Verklärung Christi will den Glauben festigen, dass hinter jedem Leiden und nach durchgestandenem Karfreitag ein Ostern wartet. 


 

 

1.8.17 20:17

Letzte Einträge: Talente einsetzen, Wie lösen wir die Probleme unserer Zeit?, Vergessen wir die Hoffnung nicht!, Alle Schönheit des Advents, Der Weg zu einem sinnvollen Leben!, Freut euch zu jeder Zeit!

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Monika Gebeshuber (5.8.17 22:40)
Danke für Ihre aktuellen und aufrüttelnden Gedanken!

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