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Ein Lichtblick der Freude

Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.“
Über diesen Satz des heutigen Evangeliums lesen wir meist gleichgültig drüber. Wir kön
nen uns nur schwer hineinversetzen in die Lage eines Menschen, der sein ganzes Leben   lang kein Sonnenlicht sehen durfte. Das freudige Erlebnis des Lichtes hat diesen armen Menschen total umgedreht.
Statt sich richtig zu freuen mit diesem glücklichen Menschen stellen die Umstehenden zusammen mit den sogenannt „braven Schriftgelehrten“ die Schuldfrage: "Wer hat denn gesündigt, er oder seine Eltern." Nur zu menschlich, ganz ohne Grund wird er nicht blind sein, wird nicht grundlos an der Straße sitzen müssen und betteln.
Ja die Schriftgelehrten stellen die abwegige  Frage, ob das wirklich der Blinde ist, dem Jesus da geholfen hat. In ihrer Engstirnigkeit war es doch unmöglich, dass Gott am hochheiligen Sabbat einen Blinden heilt. Sie fanden nur den Ausweg, diesen glücklich Geheilten aus ihrer engherzigen Gemeinschaft auszuschließen.
Stehen auch wir oft vor jener verhängnisvollen Einstellung: "der Mensch sündigt und Gott straft".
Um uns vor so einer unbarmherzigen Engstirnigkeit zu bewahren hat Papst Franziskus das „Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen.
Nachdrücklich bat uns Franziskus, an die Macht der Barmherzigkeit zu glauben. Sie sollten denen widerstehen, die „versuchen, uns
einzureden, dass Gott fern, streng und wenig einfühlsam ist, gut mit den Guten und böse mit den Bösen“, so der Papst. Gott ladet uns ein zum „wahren Mut, stärker zu sein als das Böse, indem wir alle lieben, sogar die Feinde“.
Heute, da  wir vom freudigen Lichtblick des Blindgeborenen hören, wollen wir auch den Sonntag der Freude , „Laetare“ feiern.
Mit einem „Friedhofsgesicht“ lässt sich die christliche Freude nicht weitergeben. Christen sollten sich stärker daran gewöhnen, von Freude zu reden, anstatt zu klagen.
Der Heilige Geist, der uns führt, ist der Urheber der Freude! Und diese Freude im Geist gibt uns die wahre christliche Freiheit. Ohne Freude können wir nicht frei werden, sondern bleiben Sklaven der Traurigkeit.
In diesen Tagen kommt ein wunderbares Fotobuch über die Schönheit unserer österreichischen Heimat heraus. In diesen Fotos fallen vor allem die herrlichen Kirchtürme unserer  Gotteshäuser auf. Es ist einfach ein unersetzliches Erbe, das uns unsere Vorfahren hinterlassen haben.
Immer wieder  erklingen von diesen ehrwürdigen Türmen die ehernen Stimmen unsere vielen Glocken. Sie erklingen in den freudigen, aber auch in den schweren Zeiten unseres Lebens.
Ich darf hier die Worte einer schlichen oberösterreichischen Bäuerin  setzen:
Die Glockn wann läutn, den Klang muaß ma vastehn;
Bald klingans so traurig, oft wieda so freu­dig und schön.
Oft moanst, als hättn die Glockn a Gfühl und a Herz,
was uns herunten freut und was wir haben zum sagn.

20.3.17 21:05

Letzte Einträge: Schau, das ist unsere Himmelmutter!, Die Macht des Gebetes, Christus ist der Fels, Ein Leben, das Früchte bringt!, Wir sind eingeladen!, Mission ist Sendung und Befreiung

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