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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 94 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 94
 


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C: 33: Kein Stein wird auf dem anderen bleiben“,

„Bruderliebe“ 17.11.2019

Der Monat November erinnert uns an die Vergänglichkeit, an das Los-Lassen-Müssen.
Besonders beim Evangelium, muss man wohl kräftig durchatmen.
Albert Schweizer, der bekannte Urwalddoktor, trifft unsere Zeit, wenn er sagt:
Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen,
uns so herzlich zu geben, wie wir sind.


1.):Kein Stein wird auf dem anderen bleiben“,
eine auch  heute gängige Redewendung.
Viele werden unter meinem Namen auftreten - Zeit der Gurus, der Simplifizierer und Angstmacher, Zeit jener Leute, die falsche Sicherheiten anbieten  Ein neuer Nationalismus lässt Volk gegen Volk aufstehen.

Die brutalste Art, um zu Geld zu kommen, ist,  einfach Bankomaten in die Luft zu jagen.Wie viele Bankomaten wurden doch schon in den letzten Monaten gesprengt!
Nach dem wütenden Brand in Kalifornien, jetzt der Brand, der nicht zu bezwingen ist. Er ist bereits an die Stadtgrenzen von Sidney gekommen Die so lieben Kualabären werden brutal nieder gebrannt. Gott sei Dank, es setzen ich viele hilfsbereiten Menschen ein um diese hilflosen Tierlein aus schmerzenden Branwunden zu befreien!


Wir werden sehen, was uns der Klimawandel noch aufzulösen gibt. Wer hört noch hin auf Nachrichten der letzten Sturmkatastrophen:. Überflutungskatastrophen in Bagladesch mit Tausenden von Toten

.Es sieht aus, als wäre diese Welt ein großes Irrenhaus, in dem viele gefährlich Verrückte herumlaufen, die entweder Messerstiche androhen oder wild um sich schießen.
Jener Vorfall vor einigen Tagen: Am helllichten Tag sitzen zwei Menschen gemütlich auf einer Parkbank plötzlich taucht einer auf, greift dem Sitzenden in die Haare. Als dieser sich wehren will, sagt er: „Sei nur ruhig. Ist ja gleich geschehen!“ Kaltblütig bringt er ihn mit einem Kopfschuss um! 

2.) Aus dem Schlaf aufwachen
Wir leben auch heute in einem merkwürdigen Widerspruch von Friedenssehnsucht, Harmoniebedürfnis einerseits, auf der anderen Seite Gewalt, Brutalität.
Für den heutigen "Caritassonntag" kann uns dieses prophetische Wort aus Lesung und Evangelium unterstützen, in rechtem Augenmaß die Not unserer Welt zu sehen und entsprechend zu handeln. Viele, die heute für unsere Kirche nichts mehr übrig haben, respektieren das stille, aber unübersehbare Wirken der Caritas.

In unserem Gotteslob finden wir das Lied „Sonne der Gerechtigkeit“. Es gibt ein „Rezept“, was zu tun ist, um die „Sonne der Gerechtigkeit“ zum Leuchten zu bringen, wenn es da heißt :
Sonne der Gerechtigkeit gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr

Aus dem Schlaf aufwachen heißt die Zeichen der Zeit erkennen, sich mutig den Herausforderungen stellen, Neues zulassen, nicht ängstlich alles abwehren oder zu verhindern suchen.

 

11.11.19 20:26, kommentieren

C: 32. Sonntag im Jahreskreis: Der Gott der Lebenden

C: 32. Sonntag im Jahreskreis: Der Gott der Lebenden

„Bruderliebe“ 10. 11.  2019
Auch wenn dieses Evangelium mit den 7 Brüdern  und der einen Frau für uns etwas komisch  klingen mag, so müssen wir doch zugeben, es geht um die Frage die zu den entscheidendsten Fragen des Glaubens gehört: Gibt es für uns Menschen über den Tod hinaus eine Zukunft.
Die Sadduzäer lehnten den Glauben an die Auferstehung der Toten ab: der Mensch fällt um wie ein Baum und stirbt wie jedes andere Lebewesen. Die Konsequenz daraus hat man in diesem Jahrhundert so ausgedrückt: Macht euch das Leben hier recht schön: im Jenseits gibt s kein Wiedersehn!"

Die Pharisäer dagegen waren der Überzeugung: Der Gläubige darf auch nach dem Tod ein Leben erwarten/ aber dieses kommende Leben sei nichts anderes als eine Fortsetzung des irdischen Lebens: man isst und trinkt/ nur etwas sorgloser; man heiratet und wird geheiratet.
 Da haken nun die Sadduzäer ein. Sie bringen eine Geschichte aus dem Alten Testament, um den Glauben an ein Fortleben nach dem Tod lächerlich zu machen: „Es lebten einmal sieben Brüder; der erste nahm sich eine Frau und starb kinderlos. Da nahmen sie  der 2. bis zum 7. Bruder: sie alle hinterließen kein Kind, als sie starben. „Wessen Ehefrau wird nun diese Frau/ die mit allen sieben nach Gesetz und Ordnung verheiratet war, bei der Auferstehung sein?"
Mit dieser Trickfrage wollen sie die Lacher auf ihre Seite ziehen und auch diesen Jesus blamieren.
Jesus gibt eine zweifache souveräne Antwort:
1.) Den Sadduzäern sagt er: Euer Spott geht daneben, denn ihr habt keine Ahnung von den Möglichkeiten der Allmacht und Liebe des Gottes, der dem Menschen auch im Tod nahe bleibt als der Gott der Lebenden. Er schlägt sie also mit ihren eigenen Waffen: Sie haben sich auf Mose berufen, ihren großen Gesetzgeber. Aber hat nicht gerade dieser Mose nach seiner Gottbegegnung am brennenden Dornbusch diesen Gott als den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, „den Gott der Lebenden" genannt? Wären Abraham, Isaak und Jakob, die Stammväter des Gottesvolkes, tot, dann wäre ja dieser Gott ein Gott der Toten und nicht der Lebenden.
2.) 
Den Pharisäern aber sagt der Herr: Eure Vorstellung ist viel zu armselig und zu primitiv. Eure Meinung, die kommende Welt sei nur eine Fortsetzung und Verlängerung der gegenwärtigen.

Wir Christen, sind also heute neu gerufen, uns zu entscheiden, wem wir glauben wollen: den Sadduzäern, diesen Predigern eines-reinen Diesseits, das über den Tod hinaus keine Hoffnung mehr kennt; oder den Pharisäern, die zwar an ein Leben nach dem Tod glauben, die sich aber dieses Leben so armselig vorstellen, ähnlich der Vorstellung des „Postmeisters im Himmelreich" von Ludwig Thoma, dem dieses Leben im Himmel mit „Manna und Halleluia" so langweilig vorkommt, daß er nur eine Sehnsucht hat, diesen Himmel möglichst schnell mit einem Biergarten in München zu vertauschen. Ludwig Thoma wischt den Politikern eins aus: Der Postmeister hatte die Aufgabe, der Bayrischen Regierung die göttlichen Eingebungen zu überbringen und sagt spöttisch: „Seither ist die Bayrische Landesregierung ohne göttliche Eingebungen“.
Uns allen gilt das Wort von Paulus:
„Kein Auge hat es geschaut, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen verheißen hat, die ihn lieben"











 

6.11.19 14:10, kommentieren