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Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 94 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 94
 


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C: 16. So. i. Jkr: Gewährt Gastfreundschaft

C: 16. So. i. Jkr: Gewährt  Gastfreundschaft
„Bruderliebe“ 21. 7. 2019

Die erste Lesung und das Evangelium berichten uns von Gastfreundschaft.
 Worin besteht Gastfreundschaft?

 Gastfreundschaft heißt: dein Gast soll auch dein Freund sein. 
 Gastfreundschaft soll Ausdruck der Freundschaft sein.
 Gastfreundschaft soll liebende Zuwendung und nicht gönnerhafte Herablassung sein. 
Ein Gast bringt Freude und Neues in das Leben. Er bereichert den Alltag. Ein Gast lässt uns über den eigenen Alltag hinausschauen.
1.) In der alttestamentlichen Lesung haben wir von einer solchen Gastfreundschaft gehört: Da tauchen Gäste bei Abraham auf. Unangemeldet, unerwartet, unbekannt. Im alten Israel war man bei einer Reise auf Herbergen oder auf die Gastfreundschaft der Menschen angewiesen.
Die Gastfreundschaft zu verweigern oder zu verletzen, galt damals als Schande. Gastfreundschaft wurde geübt ohne Gebot und ohne Lohn. Sie galt jedem Fremden.

2.)Wie sieht Gastfreundschaft bei Maria und Marta aus?
Was Jesus da zu den  Schwestern Martha und Maria sagt macht uns zunächst stutzig:
 Jesus will bestimmt nicht den Fleiß der Marta kritisieren.. Durch Nichts-Tun kommt kein Brot auf den Tisch, werden Probleme nicht gelöst. Es muss Jesus um etwas anderes gehen.
Marta und Maria stehen für zwei Menschentypen , von extrovertiert und introvertiert, für Menschen, die nach außen gekehrt oder nach innen sind.
In den früheren Übersetzungen war die Rede vom besseren Teil, den Jesus Maria zuspricht?
 Die neue  Einheitsübersetzung ist zum  ursprünglichen Urtext zurückgekehrt. Dort heißt es„Maria hat den guten Teil erwählt“.
Aber auch dann bleibt die Frage, wie sich das innere Hinhören auf Gottes Wort und der mitmenschliche Dienst zueinander verhalten. Beides ist gut. Der Mönchsvater Benedikt hat das in seiner Ordensregel so genannt:: Ora et labora- Bete und arbeite.
Es geht nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Sowohl- als auch.

3.) Sich von Gottes Nähe beschenken lassen
Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig“
Hat Gott in meinem Leben Platz?
Geb ich ihm Gastfreundschaft in einem ehrlichen Gebet?
Gott ist -- nur ein GEBET WEIT von uns ENTFERNT.

Wenn wir uns zur Feier des Gottesdienstes versammeln, so ist dies auch ein Fest der Gastfreundschaft. Gott Vater und sein Sohn Jesus sind die Gastgeber, die Einladenden und wir sind ihre Gäste. Wir werden beschenkt im Wort Gottes.
Vielleicht habt ihr schon gehört: In der Stadtpfarre Kirchdorf /Krems wird jeder Gottesdienstbesucher mit einem Handschlag begrüßt!
In der  Messfeier sind wir Gottes Gäste! Auch unser Beten und unser Singen beim Gottesdienst ist ein Geschenk der Gnade Gottes,
Der Völkerapostel Paulus ruft uns im Römerbrief zu:
Helft den Christen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!

 

 

15.7.19 19:41, kommentieren

Der barmherzige Samariter heute

Der barmherzige Samariter heute
„Bruderliebe“ 14. 7. 2019

Jericho ist die tiefstgelegene Stadt der Erde .Ein steiler Paßweg führt von dort hinauf nach Jerusalem. Dieser öde Weg ist bekannt als das Wadi el Kelt. Stundenlang führt er durch tief eingeschnittene Schluchten und Hohlwege, eine ideale Szene für Wegelagerer und Straßenräuber, ein realistischer Hintergrund für die Erzählung des heutigen Evangeliums:“Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab
und wurde von Räubern überfallen.“
2.000 Jahre liegt sie schon zurück, diese Erzählung vom barmherzigen Samariter.
Es fällt uns nicht schwer, diese Erzählung in unsere Gegenwart zu übertragen:
1.) Unsere Medien berichten täglich von Überfällen und Messerstechereien, die in unserem Lande sich zutragen. Es sind  gerade Frauen, die unter solchen abscheulichen Übeltaten zu leiden haben. Das macht auch nicht Halt vor unseren Schulen:
Wir wissen sie oft nicht, welchen Gewalttätigkeiten  Kinder manchmal von Seiten stärkerer und älterer Mitschüler ausgeliefert sind.
Nein, mit Schönreden und frommem Wegschauen können wir die Wunden, die solche Wegelagerer unserer Zeit schlagen, nicht heilen.

2.)  Deutlich zeigt uns Jesus den Weg, worauf es in unserem Leben ankommt
:
Da kommt so ein Gesetzeslehrer, ein richtiger Paragraphenreiter. mit der scheinheiligen Frage: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?
Jesus  antwortet klar: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.
 Der  scheinheilige Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Da antwortet Jesus mit dieser ergreifenden Begebenheit dieses wundgeschlagenen  Menschen, der ganz hilflos daliegt 
Zufällig kam ein Priester und  ein Levit, also zwei Tempeldiener, denselben Weg herab; sie sahen ihn und gingen vorüber. Ein Samariter aber,; er sah ihn und hatte Mitleid und half diesem Armseligen.
3.) Diese ergreifende Begebenheit müssen wir in unsere Gegenwart herein stellen!

In der Zeit der Digitalisierung  werden seltene Rohstoffe gebraucht. Der armen einheimischen Bevölkerung in der Dritten Welt wird oft der Boden weggenommen, den Indios ihr Lebensraum im Regenwald des Amazonas geraubt. Die Folge: Wir alle leiden unter den Naturkatastrophen, die weithin durch eine rücksichtslose Ausbeutung der Natur verursacht werden. Ja, die Natur kann zurückschlagen, dass uns Hören und Sehen vergeht     Nein, als Christen dürfen wir nicht wegschauen, wenn gerade die Armen, die Kleinen unter die Räder kommen. 
Jesus hat sich immer auf die Seite der Armen, der Kleinen gestellt..
Wir sollen jenen vertrauen, die von Menschlichkeit nicht nur reden, sondern auch  leben!
Ein Wort von. Kardinal König:Die Kirche hat hier eine Aufgabe und Sendung, wie wahrscheinlich nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Um ihr zu entsprechen, wird sie eine Kirche sein müssen, die den Menschen die Herzen öffnet für Jesus  Christus“.  Und Jesus  sagt: Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!


 


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10.7.19 10:31, kommentieren