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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 92 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 93
 


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„Wer der Erste sein will, soll der Diener aller sein."

In dieser Evangelienstelle erleben wir einen eklatanten Gegensatz zwischen dem, was Jesus sagt und dem, was seine Jünger tun!
1.)
  Jesus sagt: „ Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht“
Ist das nicht heute genauso: Wie schwer tun wir uns doch,  das anzunehmen, wenn da plötzlich eine schwere Krankheit oder ein 
anderes schmerzliches Ereignis über uns hereinbricht?
Ja wir stehen zum Kreuz.
Das Zeichen des Kreuzes ist zum fixen Bestandteil unserer Wohnungen geworden!
Wir sehen oft  nur den senkrechten Balken vom Kreuz, an dem am Karfreitag der Erlöser gehangen ist. Wir müssen aber auch den waagrechten Balken sehen, an dem Christus weit seine Hände über unser armseliges Leben ausbreitet. „
Wer mein Jünger sein will, nehme sein Kreuz auf sich“
Das Kreuz ist Sinnbild des Menschen auch in seiner außermenschlichen und übermenschlichen Bestimmung, wo die Waagrechte und die Senkrechte, das Mitmenschliche und das Mitgöttliche, im rechten Winkel zueinander stehen und sich gegenseitig überkreuzen, erst in dieser Verbindung wird das Kreuz mit seinen zwei Balken
auch das Kreuz des Menschen.

2.) Jesus
 
fragte seine Jünger: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?
Sie schwiegen,
denn sie hatten untergs miteinander darüber gesprochen,
wer von ihnen der Größte sei
.

Wir müssen zugeben: In vielen Gruppen von uns Menschen wird diese Frage,  wenn schon  nicht ausgesprochen, aber doch zumindest gelebt. Mit einem neudeutschen Wort nennt man das „Mobbing“. Das gibt es also auch bei den Jüngern, sie sind ja auch  nur Menschen.
Jesus lebt es uns vor und sagt es uns vor:
Wer der Erste sein will, soll der Letzte und der Diener aller sein."

Das ist aber nicht nur eine gute Belehrung, die nicht viel kostet: „Ein Beispiel habe ich euch gegeben:  Das ganze Leben Jesu war ein Beispiel
dafür.
Jesus Wort gilt vor allem für seine Kirche
, vor allem für die, die in seiner Kirche Verantwortung zu tragen haben.
Der Abschied von klerikaler Macht ist unverzichtbar. Spiritualität kann  nicht länger autoritär vermittelt werden. Die Kirche muss  sich aufmachen, die seelischen Nöte ernst zu nehmen, und die Menschen „zum heilenden Jesus zu begleiten“. Wie viel Leid wäre uns im Laufe einer zweitausendjährigen  Geschichte erspart geblieben, hätten wir immer dieses entscheidende Jesuswort befolgt! Wir müssen dem Heiligen Geist danken, dass er in unsere Kirchengeschichte eingegriffen hat und uns einen Hirten geschenkt hat
, der dieses Jesuswort so deutlich lebt!
Ein französischer Bischof hat schon vor längerer Zeit das auf den Punkt gebracht mit dem Wort: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts !“

17.9.18 20:40, kommentieren

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Wer ist Jesus Christus?

Da fragte Jesus: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias!
1.) Wer ist Jesus Christus für mich persönlich?

Ist Christus für mich nur ein Gutmensch, austauschbar mit anderen wertvollen Menschen oder Religionsgründern wie Buddha oder Mohammed? Oder ist er für mich mehr? Kann ich an seine Gottheit glauben? Kann ich daran glauben, dass Gott in ihm Mensch geworden ist? Wer ist Jesus Christus? Diese Frage ist seit zwei Jahrtausenden nicht mehr verstummt.
Entscheidend für unseren Glauben an Jesus Christus ist sein Kreuzestod und vor allem seine Auferstehung!
Paulus hat gesagt: „Wenn Christus nicht auferstanden wäre, dann wäre mein Glaube sinnlos“.
Immer wieder behaupten  Zweifler, die Auferstehung  ist  historisch nicht nachzuweisen. Wieso? Sie ist historisch genau so nachzuweisen, wie zu allen Zeiten Tatsachen nachgewiesen werden, nämlich durch Zeugen. Diese Zeugen der Auferstehung haben das nicht nur gepredigt: Unter ihre Predigt von der Auferstehung Jesu haben sie das Blutsiegel ihres  Lebens gesetzt!

 2. ) Deutlich sind Jesu Worte:“
Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst,
nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Der Altpapst Benedikt XVI sagte bei seine Antrittspredigt:
Wir leiden unter der Geduld Gottes. Und doch brauchen wir sie alle. Der Gott, der Lamm wurde, sagt es uns: Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet
Das Kreuz ist eine Realität in jedem Menschenleben. Aber immer weniger Menschen sind ihm gewachsen. ,Sie nehmen es nicht mehr hin und ertragen nicht seine Last.  Das Kreuz bringt dich zur Wahrheit zurück. Zu der Wahrheit, dass du ein armer, schwacher, verwundbarer Mensch bist.

3.) Jesus
wies Petrus mit den Worten zurecht: „Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen!
Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“.

In diesem Evangelium fehlt uns das uns viel bekanntere Wort Jesu:“ Du bist Petrus, der Fels und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen“ Der Evangelist Matthäus hat dieses wichtige Jesuswort klar festgehalten.
Jesus hat Petrus  zu einer großen  Aufgabe in seiner Kirche bestellt!
Petrus steht bis heute für die göttliche und menschliche Seite der Kirche, für ihre helle und ihre dunkle Seite. Dieser Widerspruch liegt in allem Menschlichen, in jedem von uns und so auch in der Kirche, in die Christus uns Menschen mit all unserem Guten und unserem Fehlerhaften berufen hat.
Die Schätze der Erde dienen heute weithin nicht mehr dem Aufbau von Gottes Garten, in dem alle leben können, sondern dem Ausbau von Mächten der Zerstörung. Die vielen Kriege von heute sind ein trauriger Beweis dafür!
Eine wichtige Botschaft für uns alle: Nicht die Gewalt erlöst, sondern die Liebe!

10.9.18 21:15, kommentieren