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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 94 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 93
 


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A: 2. So. i. Jkrs.:


A: 2. So. i. Jkrs.: "Alles, was er euch sagt, das tut"

„Bruderliebe“ 20. 1. 2019
In der
Domkirche von Essen im Ruhrgebiet steht in einer Seitenkapelle eine
über 1000 Jahre alte Marienstatue
Über der Statue liest man den Satz des heutigem Evangeliums: "Was er euch sagt, das tut.”  Diese wertvolle Marienstatue trägt den Namen:
Die Mutter vom guten Rat.
 
Der gute Rat Mariens an die Diener, die so hilflos da standen,  lautet schlicht:
"Was er euch sagt, das tut.”
Aber Jesus  
sagt scheinbar nichts, was in diesem peinlichen Schlamassel hilfreich war:
Jesus weist die Tischdiener bloß an, Wasser in die Fässer zu füllen.
Für die Probleme der Festorganisatoren zeigt Jesus anscheinend keinerlei Verständnis.
Aber: Das Vorgehen Jesu funktioniert. Der Festgesellschaft ist geholfen und dazu noch im Übermaß. -
Der neue Wein ist besser als die erste Runde.

So erleben wir in der Hochzeit zu Kana,
Menschen, die auf dreierlei Weise versuchen,
das Wirken des Gottessohnes für ihr Leben zu deuten.
Da ist einmal die Mutter Jesu, die trotz der harschen Anrede durch Jesus weiß,  
dass durch ihn das Fest gerettet werden kann.
Dann ist da der Tafelmeister, er kann nur den Kopf schütteln  über die Tatsache, dass zuerst der schlechte, dann der gute Wein serviert wird
.
Schließlich  die Diener, die als stille Zeugen des Geschehens allein wissen, was
wirklich passiert ist.

Gott führt die Menschen  anders.
Diese Geschichte der Hochzeit zu Kana erzählt uns, wie Gott in der Person seines Sohnes in das Leben der Menschen in Kana, aber auch in unser Leben eintritt und  wirkt
.
Gott tritt immer wieder in unser Leben und verwandelt es. Aber
anders, als wir uns das vorstellen.
Unser Leben kann  nicht gelingen, wenn wir meinen, es ausschließlich selbst in der Hand zu haben und gegenüber Gottes Wirken nicht offen sind wie dieser Tafelmeister.

 
Eine
kleine Geschichte
soll das Gesagte ein wenig deutlicher machen:
Eines Nachts hatte ein Mensch  einen Traum: Er ging am Meer entlang mit seinem Herrn. Und jedes Mal sah er zwei Fußspuren im Sand, die eigene und die seines Herrn. Als er das letzte Bild seines Lebens vorüber ziehen sieht,

erschrickt er: Er entdeckt, dass an vielen Stellen seines Lebensweges nur eine Spur zu sehen ist. Und das waren gerade die schwersten Zeiten seines Lebens.
Besorgt fragte er den Herrn: "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete der Herr: "Ich liebe dich doch und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

 

14.1.19 19:49, kommentieren

C:Taufe des Herrn: Wir sind Kirche.

C:Taufe des Herrn:  Wir sind Kirche.

„Bruderliebe“ 13. 1. 2019
So schnell ist Weihnachten vorüber gegangen. In der Taufe Jesu wird sichtbar, wer Jesus für uns ist. Es gipfelt in der Zusage des Vaters: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Durch die Taufe hat  jeder Getaufte Anteil an dieser neuen Gottesbeziehung, am Reiche Gottes, an seiner Kirche denn wir alle sind die Kirche Jesu.

In diesem  Evangelium gefällt mir dieser Satz :
 Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen“
Jesus beansprucht keinen Logenplatz in dieser Welt. Er ist ein Mann des Volkes!

Er stellt sich hinein in die lange Reihe derer, die von Johannes die Taufe erbitten.

Taufe heißt,, hinein genommen werden in die große Gemeinschaft der Erlösten.

Die Gemeinschaft der Kirche, die Jesus bauen will, in dieser Gemeinschaft steht Jesus mitten drinnen.
 Er gibt sich mit den Sündern ab“

Das war der schwere Vorwurf der Braven von damals, der Schriftgelehrten und Pharisäer.
Mit denen, die am Rand der damaligen Gesellschaft standen, mit den schwerfälligen Fischern vom See Genesareth,  hat Jesus die Gemeinschaft der Erlösten, seine Kirche gebaut.
Das „pilgernde Gottesvolk“,
Das ist ein wunderbares Bild, mit dem das 2. Vatikanische Konzil die Kirche unserer Zeit beschrieben hat. Laien, Priester und Bischöfe gehören zu diesem Gottesvolk. Jeder mit einer anderen Aufgabe, aber alle sind gemeinsam auf dem Weg.
Die Kirche, auf ihrer Wanderschaft durch die Zeit, kann nicht zurück, sondern nur vorwärts gehen. Die Frontscheinwerfer strahlen heller als die Rücklichter und Begrenzungslampen.
Ein Wort zieht so nachdrücklich durch die biblischen Texte und die Botschaft Jesu, das ermutigende „Fürchtet euch nicht
Die Kirche, aufgebaut auf schwache und sündige Menschen, wird immer eine Baustelle sein.
 Das sind die Richtlinien für die Baustelle Kirche

Im Zentrum des Christentums stehen nicht Lehrsätze, Moralvorschriften oder bestimmte Einsichten. Im Zentrum des Christentums steht Jesus von Nazaret, steht Christus.

In dieser Kirche Jesu sollen alle Platz haben, die religiösen Athleten und auch die, die anscheinend weniger mit Religion am Hut haben.
53Jahre durfte ich als Seelsorger  auch in oft schwierigen Pfarren wirken. Ich habe mir immer den Spruch zum Grundsatz genommen „Übers Zsammhalten steht nichts auf!“
Ich fühle mich den vielen Mitchristen zum Dank verpflichtet, die mir in der Seelsorgsarbeit geholfen haben.
In meinen alten Tagen setze ich  meine Predigten als sogenannter „Blogger“ ins Internet.
Neben  manchen kritischen Worten über die Kirche erhalte ich auch viele ermutigende  Beiträge aus der weiten Welt.  Als  Beispiel dieser  Beitrag:
I give you a shout out from Austin Texas!
Ich gebe dir einen Zuruf aus Austin in Texas: Ich will dir  sagen, dass du  diese wichtige Arbeit durchhälst!
Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen“
Zusammen mit Jesus wollen wir an der Kirche unserer Zeit bauen, denn:

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände!

9.1.19 21:52, kommentieren