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Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 94 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 93
 


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Aschermittwoch: Fasten in unserer Zeit

Aschermittwoch: Fasten in unserer Zeit

"Bruderliebe" 6. 3. 2019

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler.
Sie geben sich ein trübseliges Aussehen,

1.) Heinz Nußbaumer, ein bekannter österreichischer Journalist, fährt jedes Jahr für einige Zeit in die griechisch-orthodoxe Mönchsrepublik Athos um sich eine Atempause für seine Seele zu gönnen.
Er berichtet da von einem jungen Athos-Mönch, der aus der amerikanischen Hardrock-Generation stammt, ein Arzt aus New York, der  in die Klosterwelt am Athos umgestiegen ist – auf der Suche nach Klarheit und Einfachheit
Ausgerechnet jener. Arzt aus New York bringt es auf den Punkt, wenn er sagt:
Unser komplexes Leben ist an den Grenzen dessen angelangt, was unsere Seele noch ertragen kann.“
.Dieser Journalist berichtet dann: Als auf dem Heimflug das bekannte Zeichen Fasten your seat belt! aufleuchtet, bekommt auch das für ihn einen neuen Klang: Fasten – halt dich fest! Wieder Halt und Sicherheit gewinnen; wieder wissen, was wichtig ist.
 Aus jedem Fasten, aus jedem Verzicht, wächst Kraft, wächst Liebe und eine neue Sicht, sagt dieser Athos-Mönch.
Und Mahatma Gandhi, das große Vorbild für Indien stellt fest: Religion ohne Opfer ist Sünde. Ohne Zügelung der Selbstsucht sind auch Zivilisation, Kultur, Fortschritt kaum vorstellbar. Verzicht muss also sein – als Schutzwall gegen die Maßlosigkeit.


2.)Welchen Sinn hat das Aschenkreuz, mit dem wir heute bezeichnet werden?
 

 

Gott will uns Leben, neues Leben, erfülltes Leben schenken. Die Fastenzeit ist eine wichtige Gelegenheit, sich dessen bewusst zu werden und sich um dieses erfüllte Leben auch zu bemühen.
 Die Asche – ein Zeichen für unsere erkalteten Ideale. Aber warum nicht wieder diese erkalteten Ideale mit einem neuen Enthusiasmus angehen, warum sie nicht wieder neu beleben? Das Aschenkreuz hat in unserer Kirche eine uralte Tradition.

Der  große Inder .Mahatma Gandhi sagt:  
Tradition heißt nicht behüten der Asche, sondern darauf achten, dass das Feuer lodert. Oder: Tradition ist Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche
Und wenn die Asche in Kreuzform auf unsere Stirn gezeichnet wird, so heißt dies ja auch, dass Hoffnung gegeben ist: Hoffnung durch denjenigen, der das Kreuz zu einem Zeichen des Lebens gemacht hat, durch alle Leidenserfahrung hindurch: Jesus Christus, unseren Herrn.

3.3.19 13:25, kommentieren

C: 8. So.i.Jkr.: An ihren Früchten sollen Christen erkannt werden

C: 8. So.i.Jkr.: An ihren Früchten sollen Christen erkannt werden
„Bruderliebe“ 3.3. 2019

Jesu Wort: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?
Werden nicht beide in eine Grube fallen?“

1.) Jesus will uns hinführen zu einem klarer Blick,

zu einer rechten Sichtweise in unserem Leben.. Dass ein Blinder nicht die Aufgabe eines Blindenführers übernehmen kann, bedarf keiner Diskussion. Das ist von vornherein wohl allen klar. Aber welche Sicht haben wir mit einem Balken im Auge?
Hier muss ich immer an einem Spruch denken, der am Rathaus meiner Heimatbezirksstadt Schärding
angebracht ist:
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, 
   aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“

Unwillkürlich müssen wir hier an die vielen Missbrauchsfälle denken, die Priester und Bischöfe der katholischen Kirche begangen haben. Deshalb  hat unser  Papst in der vorigen Woche die 190 Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Weltkirche zu einer Beratung nach Rom gerufen. Diese betrüblichen Vorfälle sind wahrlich kein Ruhmesblatt für unsere Kirche. Die verschiedenen Medien der  ganzen Welt stürzen sich auf diese betrüblichen Ereignisse. Vertuschung wäre der verkehrte Weg. Wie der Apostel Paulus in seinem 2.Korintherbrief sagt:
„durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes“ können wir diese schwere Zeit durchstehen! Es müssen ganz konkrete Schritte gemacht werden! Solange wir einen Balken in unseren Augen lassen, können wir vor Gott und der nicht Welt glaubhaft werden!
2.)  Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt

Jesus sagt: Ein Schüler steht nicht über seinem Meister; erst wenn er alles gelernt hat, wird er wie sein Meister sein.
Der Meister der Christen ist Jesus. Wie viel wir auch von ihm lernen, wir werden ihn nie erreichen. Denken wir nur an die Apostel und die junge Kirche. Sie haben von ihrem Meister Jesus Christus gelernt:
Das Blut der Märtyrer war der geheimnisvolle Same für das Christentum!
Gerade für unsere Zeit der unvorstellbaren Kraft der Digitalisierung
gilt Jesu Wort:
Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.  denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“
Mit Recht sagt das Konzil: Unsere Kirche ist „semper reformanda“ ist immer  zu erneuern! Ein gewaltiger Erneuerer unserer Kirche war Johannes XXIII.
Mit diesen launige Worten von Josef   Etzelsdorfer,
eines Priesters unserer Diözese möchte ich schließen:
In letzter Zeit war oft zu lesen, dass ein Konzil ist einst gewesen.

Dem Papst Johannes fiel dies ein, dass ein Konzil soll endlich sein.

Er hat sich das fest vorgenommen.  Die Kurie war ganz benommen.

Die Kardinäle sind erschrocken, sie wollten alles gleich abblocken.

Papst Johannes war beharrlich, die Kirch' erneuern wollt' er wahrlich.

In d'Kirch' soll frische Luft nun kommen, das hat der Papst sich vorgenommen.

Er hat sehr deutlich demonstiert, was er damit nun intendiert.

Ein Fenster hat er aufgemacht, dazu vielleicht ein wenig g'lacht.

Ein frischer Wind in d'Kirch soll kommen, der alte Staub g'hört weggenommen

1 Kommentar 26.2.19 21:23, kommentieren