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Pfingstsonntag: Ein Fest von blühendem Leben

Pfingsten ist das Fest der Kirche, mit dem viele erstaunlicherweise nicht wirklich etwas anfangen können. Es gibt keine Geschenke, keinen Baum, nicht einmal ein traditionelles Pfingstessen, nichts zum Angreifen und Bestaunen.

1.) Pfingsten heißt Mut zur Vielfalt, zur Unterscheidung der Geister .

a) In den äußeren Erscheinungsformen von Feuer und Sturm hat Gottes Geist die junge Kirche

durchgeschüttelt und bekräftigt.

Die ersten Jünger und Jüngerinnen wurden vom Heiligen Geist gepackt, ordentlich durchgeschüttelt, von dieser wahrscheinlich größten Begegnung, die sie je hatten. War das nicht für diese Menschen, für die Apostel, letztlich für die junge Urgemeinde Jerusalem, eine "Firmung", eine Bestätigung und Bekräftigung ihres Wirkens?

b) Dieses Wirken, das mit Freude, Kraft, Dynamik verbunden ist, kann nicht hinter verschlossenen Türen allein stattfinden,
So wird Pfingsten auch zum Geburtstag der Kirche, verbunden mit dem Auftrag der Sendung, hinauszugehen, um den Geist Gottes unter den Menschen spürbar und sichtbar zu machen
Diese Sendung soll eine Dynamik, eine Kraft entwickeln, ja soll so viel Begeisterung (=Geist) unter allen Menschen hervorrufen, soll mit dem Feuer der Liebe geschehen, damit sich Glaube und Vertrauen rasch ausbreiten.

2.) Mut zur Vielfalt - Mut zur Unterscheidung

a) Wer hinausgeht, ist angreifbar, verwundbar. Darum gibt es auch im pfingstlichen Geist die Gabe der Unterscheidung:
Die Gabe abzuwägen, zu differenzieren,  mit Vielfalt umgehen zu lernen.
Es gilt also da und dort, den Heiligen vom unheiligen Geist trennen zu können.

b) Um Unterschiede sehen zu können, muss man sie im Licht des pfingstlichen Feuers betrachten, , muss man selbst erleuchtet sein. Um unterscheiden zu können, muss man selbst beweglich sein. Das wird uns im pfingstlichen  Sturm sichtbar vor Augen geführt. Nur Lebendiges kann Lebendiges erwecken!

c) Die Unterscheidung beginnt mit dem Mut, nein zu sagen zu dem, was vorgesagt wird, beginnt mit dem Mut gegen jede Heuchelei aufzutreten, beginnt mit dem Mut zu denken und mit der Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, in ihrer Sprache zu reden, damit sie mich verstehen können. Nicht abgehoben zu reden, von oben herab, über die Köpfe der anderen hinweg.
 3) Der Heilige Geist hat vor mehr als zweitausend Jahren die Apostel gelehrt, in der Sprache der anderen zu reden, so zu reden, dass sie die anderen verstanden haben.
Das Wunder des ersten Pfingstfestes der Christenheit war ein Sprachenwunder. Der Heilige Geist, der die Apostel erfüllte, ließ sie so reden, dass jeder überzeugt war, in seiner eigenen  Sprache angeredet zu werden. Wir brauchen die  Fähigkeit, so reden, dass der andere sich nicht nur im Ohr angeredet, sondern auch im Herzen angesprochen fühlt.

Pfingsten lehrt uns, mit Vielfalt umzugehen, gegen  engstirnige Vereinfachungen aufzutreten. Der Heilige Geist will keine Paragraphenreiter!
Der gütige und kluge Papst Johannes XXIII
sagte treffend:
 "Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen,
der von blühendem Leben strotzt und für eine schöne Zukunft bestimmt ist“

14.5.18 17:37

Letzte Einträge: Mit Maria ins Neue Jahr!, Das Evangelium muss man leben!, Eine befreiende Botschaft , Jesus ist für die Menschen da, Pfingsten, ein Fest der Hoffnung!

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