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C: Weißer Sonntag: Thomas heute!

C: Weißer Sonntag: Thomas heute!

„Bruderliebe“ 28. 4. 2019
1.) Thomas ist uns nicht fremd
Im Evangelium dieses Sonntags spüren wir noch das Nachbeben vom Karfreitag. Für den Apostel Thomas war die niederschmetternde Erfahrung vom Tod Jesu am Kreuz so überwältigend, dass er die Berichte seiner Mitapostel, Jesus sei von den Toten auferstanden, nicht glauben konnte.
Versuchen wir, uns in die Lage vom Apostel Thomas hinein zu denken:
Als junger Fischer am See Genezareth folgt er mit Begeisterung  diesem Rabbi  Jesus von Nazareth. Die Worte, aber auch die vielen Krankenheilungen wecken seine jugendliche Begeisterung.

Dieser junge Idealist war aber zu tiefst enttäuscht :  Am Karfreitag muss er erleben: Mit dem Kreuzestod von Jesus  bricht alles kläglich zusammen.
In seiner Enttäuschung hat er sich von den anderen  Jüngern abgesondert. Als die ihn zurück holen wollten und ihm sagten: Wir haben den Herrn gesehen. Da entgegnete er  ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf holt der Auferstandene diesen so enttäuschten jungen Idealisten ganz nahe zu  sich: „Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“

Da fällt Thomas seinem Herrn zu Füssen und kann nur  stammeln: Mein Herr und mein Gott!
Dieser Thomas ist uns nicht fremd. Leidvolle Erfahrungen aus dem eigenen Leben, mit Mitmenschen oder auch mit der Kirche können den Blick auf Jesus verstellen. Das kann all das, was uns über Jesus gesagt worden ist, unglaubwürdig erscheinen lassen.
2.) Weil du mich gesehen hast, glaubst du.
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Auch in unseren Tagen verlangen viele nach Zeichen, nach positiven Erfahrungen, die erkennen lassen, dass Jesus lebt. Die Erzählung über das Verhalten von Thomas zeigt, dass Gott für dieses Verlangen Verständnis hatDer heutige Sonntag der Barmherzigkeit ist so  ein hoffnungsvolles Zeichen für unsere Zeit . 
Es gibt nicht nur die physische Gehörlosigkeit, die den Menschen weitgehend vom sozialen Leben abschneidet
. Es gibt eine Schwerhörigkeit Gott gegenüber, eine spürbare Erfahrung unserer Zeit! Die über 250 tragischen Menschenopfer auf Sri Lanka, die meist bei den Ostergottesdiensten brutal getötet wurden, sind schon fast wieder vergessen.
Mit der Schwerhörigkeit oder gar Taubheit Gott gegenüber verliert sich natürlich auch unsere Fähigkeit, mit ihm zu sprechen. Wir verlernen das Beten.

Ich darf schließen mit den Worten des lebenserfahrenen Kard. Franz König:
Paulus hat gesagt: „Wenn Christus nicht auferstanden wäre, dann wäre mein Glaube sinnlos“. Man sagt immer wieder, die Auferstehung  sei historisch nicht nachzuweisen. Wieso? Sie ist historisch genau so nachzuweisen, wie zu allen Zeiten Tatsachen nachgewiesen wurden, nämlich durch Zeugen.
Einer dieser Zeugen ist Thomas, der Zweifler. Er konnte sich handgreiflich überzeugen, da der Auferstandene zu ihm sagte: Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite!

22.4.19 18:30

Letzte Einträge: Maiandacht in der Kapelle der „Bruderliebe“, C: 6. So. i. d. Osterzeit: Der Heilige Geist leitet die Kirche!, C: Christi Himmelfahrt: Der Blick in die Heimat

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