Letztes Feedback

Meta





 

C: 13. So.im Jahreskreis: Eine Kirche der Armen bleiben!

C: 13. So.im Jahreskreis:  Eine Kirche der Armen bleiben!

„Bruderliebe“ 30. Juni 2019
„Als sie auf dem Weg weiterzogen, sagte ein Mann zu Jesus:
Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst.
Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester;
der Menschensohn aber hat keinen Ort,  wo er sein Haupt hinlegen kann.“

Vor 68 Jahren: Mein erster Seelsorgsposten in der Barackenkirche des aufstrebenden  Industrieortes Lenzing. Meine erste Bleibe: Ein kleiner Verschlag neben dem Altar dieser Kirche.
So viele Flüchtlinge mussten dort in armseligen Baracken  wohnen! Die Armut der Baracke hat uns verbunden! Diese Barackenkirche war immer gefüllt von Gläubigen!
Vor gut 40 Jahren musste ich einen Flohmarkt veranstalten, damit ich den damaligen Caritas-Kindergarten am Leben erhalten konnte. Dieser Flohmarkt hat so richtig eingeschlagen! Als so genannter „Flohmarkt-Vater“ wurde ich zu diesem Flohmarkt eingeladen. Viele Leute drängten  sich um mich. Nach so vielen Jahren erkannte ich sie nicht mehr. Als ich da eine fragte, wer sie sei, da gab sie mir schüchtern die Antwort: „Ich bin eine von der Barackenkirche!“
Die Kirche hat heute zu kämpfen, dass sie die Menschen in die Kirche bringt: Wir verfügen  heute über so viele prachtvolle Dome, aber sie sind meist leer!
Wir brauchen dazu keine ausgetüftelten  Projekte: Unser Projekt ist das Evangelium, unser Vorbild ist Jesus! Er hat als armer Wanderprediger so viele Menschenmassen   um sich gesammelt!  Wir brauchen keine Paläste, wir brauchen die richtunggebenden Worte des Evangeliums! Ich habe mich so gefreut darüber. Dass der neu gewählte Papst Franziskus nicht in den für ihn vorgesehenen Apostolischen Palast eingezogen ist. Er hat seine Bleibe im Gasthof „Santa Marta“ gefunden!
Die Kirche Jesu muss eine Kirche der Armen bleiben!
 
2.)Kardinal Suhard, der in den vierziger Jahren Erzbischof von Paris war, hat auf die Frage, wie wir Christen missionarisch wirken könnten, die Antwort gegeben, wir sollten so leben, dass andere sich fragen: Warum leben die so? Warum kümmern sie sich um Notleidende? Warum setzen sie sich in ihrem gesellschaftlichen Umfeld für andere ein.
Wir
Christen  sollen mit Worten sparsam umgehen, und das Wortgeklingel  anderen überlassen.
Roger Schutz, der verstorbene Prior von Taizé, hat einmal gesagt: „Lebe das vom Evangelium, was du verstanden hast, und sei es noch so wenig. Aber lebe es.“
Wenn wir so durch unser Verhalten, durch unsere menschliche Liebe als Christen glaubwürdig werden, dann wird man erkennen, wes Geistes Kind wir sind. Man wird an unserem Verhalten ablesen können, dass Jesus nicht gekommen ist, um Menschen zu richten, sondern um sie zu retten.
Im Zentrum des Christentums stehen nicht Lehrsätze, Moralvorschriften. Im Zentrum des Christentums steht eine Person nämlich das Kommen und Sichtbarmachen der Gottesherrschaft in und durch Jesus Christus.

27.6.19 13:23

Letzte Einträge: C: 18. So. im Jkr.: Hütet euch vor der Habgier!, C : 19. So. im Jahreskreis Seid bereit! , C: 20. So. im Jahreskreis: Das Feuer des Heiligen Geistes, C: 21. So. i. Jkr.: Bemüht euch mit allen Kräften!, C: 23. So. i. Jkr. Wer nicht sein Kreuz trägt, C: 24. So. im Jkr.: Gott ist die Liebe

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(27.6.19 19:06)
Dass diese wertvollen und richtigen Worte auch missverstanden werden können, ist die Tragik des Menschen, wenn die Absonderung von Gott seinen Lauf genommen hat ...

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen