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C : 19. So. im Jahreskreis Seid bereit!

 

C : 19. So. im Jahreskreis Seid bereit!

 

11.August 2019

Ist das nicht ein ermutigender Satz aus dem Evangelium:
  Seid bereit! Eure Lenden seien umgürtet!
Umgürtet nicht mit einem kriegerischen Schwert, nein umgürtet mit den Zeichen der Armut, den Zeichen der Hilfsbereitschaft!
Vielleicht haben Sie auch jene Begebenheit mitbekommen: Ein Lkw-Fahrer fährt in eine unserer Städte ein, da sieht er zu seinem Entsetzen, wie ein ca 2jähriger Bub daher kommt, umgürtet mit  eine Windelhose und einem Hemd über seine Schultern. Voll Entsetzen hielt der Kraftfahrer an und führte den Buben zur nächsten Wachstube. Man fand dann die Mutter schlafend in ihrem Hause. Der Kleine ist einfach über das Gitterbett geklettert und auf die Straße gerannt. Kinder sind in ihrer Art oft unbegreiflich:
Kinder kennen keine Gefahren! Wie oft berichten unsere Medien, wie Kinder in unbewachten Augenblicken auf  offene Fenster klettern und hilflos in die Tiefe stürzen, meist mit tödlichem Ausgang.
Wie wahr sind doch die Worte eines Dichters:
„Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt, Klein wird dein letzter sein.
Den ersten gehen Vater und Mutter mit, Den letzten gehst du allein“.

In der vergangenen Woche musste ich die Begräbnismesse für eine Verstorbene feiern, die ich vor 50 Jahren als Schülerin unterrichtet habe. In ganz jungen Jahren erlitt sie jene unheilbare Krankheit, die als multiple Sklerose so gefürchtet ist. Es war ergreifend, wie ein Großteil der Pfarrgemeinde an diesem Begräbnis bewegten Herzens mitfeierte. Auf ihre Parte ließen die Angehörigen das Wort des römischen Dichters  Seneca schreiben: „Groß ist die Mühe, den Himmel zu ersteigen, doch für die Seele ist es eine  Heimkehr“
Jesu Wort vom Evangelium des vergangenen Sonntag dürfen wir in unserer so schnelllebigen Zeit nicht übersehen: „
Da sprach Gott zum Reichen: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?“
Der  Tod ist  und bleibt ein untrüglicher Begleiter  unserer menschlichen Existenz!
Der Mühlviertler Dichter Stockinger drückt diese unumstössliche Wahrheit  unserer Vergänglichkeit so aus:
Jeds Hoffn, jeds Banga jede Freud, jede Plag. Jeda Reichtum, jede Armut, jeds Lichtl, dös brennt, auf da Welt ist nix ewig, oas hat sei End.“
Ein Tourist darf in einem Kloster bei Kartäusermönchen übernachten.
Er ist erstaunt über die spartanische Einrichtung ihrer Zellen und fragt einen Bruder:
“Wo habt ihr eure Möbel?“ Schlagfertig fragt der Mönch zurück: “Ja, wo haben Sie denn Ihre?“
“Meine?, erwidert darauf der Tourist verblüfft.
“Ich bin ja nur auf der Durchreise hier!“ „Eben“, antwortet der Mönch, „das sind wir auch.“
Die Antwort des Kartäusers gilt uns allen! Daher auch Jesu Wort:
Seid bereit! Eure Lenden seien umgürtet!

 

 

 

 

5.8.19 07:48

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