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C: 20. So. im Jahreskreis: Das Feuer des Heiligen Geistes

C: 20. So. im Jahreskreis: Das Feuer des Heiligen Geistes

„Bruderliebe“ 18. Aug. 2019
„Ich bin gekommen,
um Feuer auf die Erde zu werfen. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.“

Solche Worte, die wir heute im Evangelium hören, passen gar nicht in das gängige Bild eines friedfertigen Christen. Ja solche Worte machen uns unsicher!
Solche Worte erinnern  uns an das was der greise Simeon bei der  Darstellung des Jesuskindes im Tempel zu Maria gesagt hat:
Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, -und deine Seele wird ein Schwert durchdringen“.
Christus ist gekommen, um den Frieden zu bringen. Er selber ist das Friedensangebot Gottes an uns. Aber dieses Angebot trifft auf eine gottfeindliche Welt, „die die Finsternis mehr liebt als das Licht" , wie Johannes sagt.  So muss der Friede gegen den Widerspruch derer, die keinen Frieden wollen, erkämpft werden. So zwingt die Botschaft Jesu, die immer auf den Frieden gerichtet ist, zur Scheidung der Geister, in der es keine Koexistenz, um Kampf, in dem es keine Neutralität gibt. Dem Frieden geht der Kampf voraus. Denn dieser Friede, den Christus bringt, ist nicht mit faulen Kompromissen zu erreichen, ist kein Angebot für ein bequemes und ruhiges Leben, ist kein sanftes Ruhekissen, auf dem sich gemütlich schlafen ließe.

Jesus hat die Menschen nicht geschont. Er hat ihnen bittere Wahrheiten gesagt und beschwerliche Weg gezeigt. Und doch haben sie aufgehorcht und sein Wort weiter gegeben.

         Die Menschen haben auch in unseren Tagen ein feines Empfinden für das Echte. Sie suchen die Wahrheit und Klarheit. Und sie sehnen sich nach Fundamenten, die in den Stürmen unserer Zeit nicht brüchig werden.

Unsere Gesellschaft ist ja nicht gerade eine Felsenlandschaft der festen Überzeugungen und gültigen Wahrheiten, sondern eher ein Gelände mit wechselnden Wanderdünen, die sich heute da, morgen dort erheben, wo gerade der Wind des Zeitgeistes den Sand der Mehrheit und die Meinung der vielen zusammenweht
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.“
Damals als der Heilige Geist im Zeichen des Feuers auf die junge Kirche herab gekommen ist hat die Kirche begonnen zu leben! Nicht wir Menschen haben diese Kirche begonnen; diese Kirche entstand im Feuer des Heiligen Geistes!
Feuer ist Symbol für den wirkenden Gott, Symbol für die Liebe: Die Kraft des Heiligen Geistes ist stärker als alle noch so bedrohlichen Stürme  unserer Zeit!

 

11.8.19 16:26

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