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C: 32. Sonntag im Jahreskreis: Der Gott der Lebenden

C: 32. Sonntag im Jahreskreis: Der Gott der Lebenden

„Bruderliebe“ 10. 11.  2019
Auch wenn dieses Evangelium mit den 7 Brüdern  und der einen Frau für uns etwas komisch  klingen mag, so müssen wir doch zugeben, es geht um die Frage die zu den entscheidendsten Fragen des Glaubens gehört: Gibt es für uns Menschen über den Tod hinaus eine Zukunft.
Die Sadduzäer lehnten den Glauben an die Auferstehung der Toten ab: der Mensch fällt um wie ein Baum und stirbt wie jedes andere Lebewesen. Die Konsequenz daraus hat man in diesem Jahrhundert so ausgedrückt: Macht euch das Leben hier recht schön: im Jenseits gibt s kein Wiedersehn!"

Die Pharisäer dagegen waren der Überzeugung: Der Gläubige darf auch nach dem Tod ein Leben erwarten/ aber dieses kommende Leben sei nichts anderes als eine Fortsetzung des irdischen Lebens: man isst und trinkt/ nur etwas sorgloser; man heiratet und wird geheiratet.
 Da haken nun die Sadduzäer ein. Sie bringen eine Geschichte aus dem Alten Testament, um den Glauben an ein Fortleben nach dem Tod lächerlich zu machen: „Es lebten einmal sieben Brüder; der erste nahm sich eine Frau und starb kinderlos. Da nahmen sie  der 2. bis zum 7. Bruder: sie alle hinterließen kein Kind, als sie starben. „Wessen Ehefrau wird nun diese Frau/ die mit allen sieben nach Gesetz und Ordnung verheiratet war, bei der Auferstehung sein?"
Mit dieser Trickfrage wollen sie die Lacher auf ihre Seite ziehen und auch diesen Jesus blamieren.
Jesus gibt eine zweifache souveräne Antwort:
1.) Den Sadduzäern sagt er: Euer Spott geht daneben, denn ihr habt keine Ahnung von den Möglichkeiten der Allmacht und Liebe des Gottes, der dem Menschen auch im Tod nahe bleibt als der Gott der Lebenden. Er schlägt sie also mit ihren eigenen Waffen: Sie haben sich auf Mose berufen, ihren großen Gesetzgeber. Aber hat nicht gerade dieser Mose nach seiner Gottbegegnung am brennenden Dornbusch diesen Gott als den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, „den Gott der Lebenden" genannt? Wären Abraham, Isaak und Jakob, die Stammväter des Gottesvolkes, tot, dann wäre ja dieser Gott ein Gott der Toten und nicht der Lebenden.
2.) 
Den Pharisäern aber sagt der Herr: Eure Vorstellung ist viel zu armselig und zu primitiv. Eure Meinung, die kommende Welt sei nur eine Fortsetzung und Verlängerung der gegenwärtigen.

Wir Christen, sind also heute neu gerufen, uns zu entscheiden, wem wir glauben wollen: den Sadduzäern, diesen Predigern eines-reinen Diesseits, das über den Tod hinaus keine Hoffnung mehr kennt; oder den Pharisäern, die zwar an ein Leben nach dem Tod glauben, die sich aber dieses Leben so armselig vorstellen, ähnlich der Vorstellung des „Postmeisters im Himmelreich" von Ludwig Thoma, dem dieses Leben im Himmel mit „Manna und Halleluia" so langweilig vorkommt, daß er nur eine Sehnsucht hat, diesen Himmel möglichst schnell mit einem Biergarten in München zu vertauschen. Ludwig Thoma wischt den Politikern eins aus: Der Postmeister hatte die Aufgabe, der Bayrischen Regierung die göttlichen Eingebungen zu überbringen und sagt spöttisch: „Seither ist die Bayrische Landesregierung ohne göttliche Eingebungen“.
Uns allen gilt das Wort von Paulus:
„Kein Auge hat es geschaut, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen verheißen hat, die ihn lieben"











 

6.11.19 14:10

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