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A: Dreifaltigkeitssonntag

 A: Dreifaltigkeitssonntag
„Bruderliebe“ 7.6.2020


Gott begreifen wollen

Ein sehr strenger König wollte einmal wissen, wie Gott ist. Er ließ alle Gelehrten seines Landes zusammen kommen. Doch keiner konnte ihm sagen, wie Gott ist. Da kam ein einfacher Hirte. Er hörte die Bitte des Königs. Er ging zu ihm hin und sagte zu ihm: "König, schau einfach einmal in die Sonne." Das versuchte der König. Doch genauso schnell wie er in die Sonne blickte, genauso schnell wandte er sich von der Sonne ab. "Kein Mensch kann doch in die Sonne blicken." sagte er. Der Hirtenjunge antwortete: "Ebenso kann kein Mensch Gott je erfassen." Wir können Gott nicht erfassen.

Die Kirche verkündet Gott in einer dreifaltigen Gemeinschaft, aber irgendwie scheint es uns in der Praxis, der Heilige Geist gehöre gar nicht so recht dazu. Die vergessene göttliche Person wurde von Theologen der Geist Gottes genannt. Aus einem dreifachen, beziehungsreichen Leben wurde für die meisten Christen eine traute Zweisamkeit zwischen Vater und Sohn. Aber ohne den Geist Gottes spielt sich das Leben nicht ab. Er ist doch die lebendige Beziehung.
Stellen wir mit drei kurzen Sätzen klar, was der Glaube an die Dreifaltigkeit uns sagen will.
An Gott, den Vater, glauben heißt: an den einen Gott, Schöpfer, Bewahrer und Vollender von Welt  zu glauben.
An den Sohn Gottes glauben heißt: an des einen Gottes Offenbarung im Menschen Jesus von Nazaret glauben, der so Gottes Wort und Sohn ist. In seinem uns unbegreiflichen Kreuzestod hat er uns bewiesen: Gott ist die Liebe! 

Dieser Satz ist sozusagen christliches Sondergut; deswegen steht er in der Mitte unserer Verkündigung. Von Jesus Christus müssen wir reden, wenn wir Christen sein wollen.
Nun aber zurück zum Heiligen Geist
An den Heiligen Geist glauben heißt: an Gottes wirksame Macht und Kraft in Mensch und Welt glauben. Wenn wir die 2.000 Jahre unserer Kirche überdenken, dann müssen ehrlich eingestehen: Unsere Kirche hätte oft an unserem allzumenschlichen Versagen zusammenbrechen müssen, hätte nicht der Heilige Geist unsere Kirche wieder aus ihrem Versagen heraus gerissen!
Der Geist Gottes ist das Wir in Person. Er erweitert den engen Lebenskreis, er sprengt Mauern, er führt in die Weite, er macht uns zur Familie Gottes.
Dieses "lebendige Leben" muss in unseren Gottesdiensten erfahrbar sein. Dann breitet sich Geist Gottes sichtbar, spürbar aus. Dann sprechen wir eine Sprache, die alle verstehen.
Dreifach gesegnet, können auch wir heute für unsere so bedrohte Welt zum Segen werden.

 

21.5.20 14:15
 
Letzte Einträge: C: 32. Sonntag im Jahreskreis: Der Gott der Lebenden, C: Christkönigsfest: „Was Bedürfnis der Zeit, ist Gottes Wille.", A: 4. Gott greift ein!, A: 14. So.i. Jkr. :Von der Felswarte unseres Glaubens aus.


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(21.5.20 16:55)
Augustinus begegnete dem Jungen am Strand, der das Meer umfüllen wollte ...

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