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A: 15. So.i. Jkr.: Ein Sämann ging aus

A: 15. So.i. Jkr.: Ein Sämann ging aus

 

Bruderliebe“:  12. 7. 2020

 

Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.//
Dieses Gleichnis ist eigentlich leicht verständlich.

Die Überraschung dieses Gleichnisses ist aber dies:


1.) Auch Gottes Wort kann scheitern,
auch Gott kennt den Misserfolg. Gottes Wort wird als Saat in die Welt gesät, aber auch diese Saat kann fehl gehen.
Diese Erfolglosigkeit Gottes kann uns dazu führen, an Gottes Allmacht zu zweifeln, denn in der heutigen Welt entscheiden Leistung, Erfolg. Nicht die Gesinnung zählt, sondern das, was erreicht wird. Das Zauberwort von heute heißt Erfolg.
Gott aber erscheint uns nicht als Gott des Erfolges. Wir ver­stehen das nicht und fragen: Müsste nicht Gottes Wort frucht­barer, Gottes Macht bezwingender, sein in dieser Welt ?
Macht und Ansehen: Das wollen wir doch alle in dieser heutigen Zeit. Dabei merken wir gar nicht, dass es uns dabei nicht um Gott, sondern um unsere lächerliche Eitelkeit geht!

2.) Gott kommt zu uns machtlos,
damit stellt er auch unsere Macht bloß.

Die Antwort heißt: Gott ist ein Gott der Freiheit. Seine Art ist nicht die Erpressung, sondern das freie Angebot:
Den Seelsorgern, die enttäuscht fragen: „Ist mein Seelsorgsarbeit nicht ein ständiges Säen auf den harten Weg und auf steinigen Boden und unter Dornen?"
Wir haben kein Recht, uns verbittert zurückzuziehen. Wir werden nicht nach dem Erfolg gefragt, sondern nach der Beharrlichkeit unserer Aussaat und nach unserer Geduld, in der sich die Echtheit unserer Liebe erweist: Paulus sagt „Die Liebe ist geduldig"
Gottes Wort und Gottes Reich kommt nur in Mühsal und Geduld voran. Alles Sieghafte wird aufgespart bis zum Tag der Ernte.
Dass dies auch wir als Kirche wieder neu begriffen haben, dass wir als Kirche Christi unsere Aufgabe nicht zuerst im Erfolg, sondern in der Geduld und Redlichkeit der Aussaat erkennen, ist ein Zeichen der großen Hoffnung.

3.) Die zweite Überraschung
ist dies: trotz aller Misserfolge, trotz aller Abweisung erreicht das Wort letztlich doch sein Ziel:
„Ein Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht: hundertfach, sechzigfach/ dreißigfach.//
Wer bedenkt, welchen Schwierigkeiten die Saat Gottes in dieser Welt ausgesetzt ist: Denken wir nur an großen Schwierigkeiten, die uns die Coronakrise gebracht hat! Wir dürfen die Früchte im Reiche Gottes nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern als das wahrhaft überraschende Wunder des Gottes, der sich trotz aller Widerstände in Geduld durchzusetzen vermag.
Als gläubige Menschen müssen wir heute zu oft, gegen die Zeitenströmungen schwimmen, um zu den Quellen unseres Glaubens kommen zu können.

Am Ende steht die Ernte. Und dieses Wunder ist desto größer, je größer die Widerstände waren, die sich dieser Ernte entgegenstellten. Niemand kann den Sieg Gottes verhindern.
Wir alle haben die Möglichkeit, Gott zu erlauben, dass er in uns das Wunder des guten Erdreichs und dadurch das Wunder der guten Ernte wirkt.

 

21.6.20 16:09
 
Letzte Einträge: C: 32. Sonntag im Jahreskreis: Der Gott der Lebenden, C: Christkönigsfest: „Was Bedürfnis der Zeit, ist Gottes Wille.", A: 4. Gott greift ein!, A: 14. So.i. Jkr. :Von der Felswarte unseres Glaubens aus.


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(22.6.20 11:31)
"Kein Kreuz - welch ein Kreuz" sind Worte eines Volksmissionars, als sein Unternehmen "wie am Schnürchen" gelaufen ist ...

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