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Über

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 94 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr.. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

 

Alter: 94
 


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C: 21. So. i. Jkr.: Bemüht euch mit allen Kräften!

C: 21. So. i. Jkr.:  Bemüht euch mit allen Kräften!


„Bruderliebe“:25. August 2019

1.) Bemüht euch mit allen Kräften,
durch die enge Tür zu gelangen;


Dieses Jesuswort erweckt in mir die Erinnerung an so  viele 
ausgesetzte und enge Schluchten und Kamine
, die ich  in  unserer so herrlichen Bergheimat durchsteigen durfte. In der so einladenden Bergwelt der Dolomiten Südtirols sind es vor allem die  kühn aufragenden Drei Zinnen. Zweimal durfte ich die mittlere Zinne ersteigen! 

Schon bald  über dem Einstieg tut sich   die   erste Mutprobe auf: ein schmaler Kamin führt hinauf zur mittleren Partie  des Gipfelweges.  
Daher  das Evangelium:
Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen. Auf die Frage, ob es schwierig sei, gerettet zu werden, antwortet Jesus mit dem Bild einer engen Tür, durch die man das ersehnte Ziel nur mit Mühe erreichen werde. Jesus stellt klar, dass es nicht genügt, mit ihm gegessen und getrunken zu haben, d.h. ihn nur oberflächlich zu kennen. Ich meine, viele von uns  haben schon manche schwierige Stunde
in ihrem Leben durchstehen müssen!
2.) Wir dürfen aber auch das Positive in unserer Zeit nicht übersehen:

Unter dem Motto „Tage der Freude" findet zur Zeit  im Design Center Linz eine Großveranstaltung statt. Bischof Manfred Scheuer schreibt dazu in einem Grußwort, dass „Tage der Freude" eine besondere Veranstaltung sei, die zeige, dass Glaube nicht nur „intellektuell, sondern primär existenziell" erfahrbar sei und in Verbindung mit der eigenen Lebensgeschichte stehe. Die Veranstaltung soll  ein „Ausdruck einer lebendigen kirchlichen Gemeinschaft  sein", die ihren Glauben durch Gebet, Sakramente in Wort und Tat feiert und bekennt!.

Sich regen bringt Segen!
Die Christen können einen unersetzlichen Dienst an der Gesellschaft leisten, wenn sie wieder mehr Mut und Motivation zur Freude hätten. Denn Freude im christlichen Sinn ist eine Grundstimmung des Friedens, der geglückten Beziehung  zu Gott, zur Umwelt und zu sich selbst. Freude im christlichen Sinn ist die Erfahrung der Harmonie mit der Schöpfungs- und Heilsordnung. Wie notwendig ist gerade in unserer Welt das Zeugnis gelebter Freude!

3.) Ohne Fleiß kein Preis
Wir alle kennen dieses Sprichwort.
Wir müssen zugeben: unser
Glaube hat heute keinen leichten Stand im Leben der modernen Welt. Doch: Jammern bringt uns nichts!
Was wird da oft gejammert, dass nur
wenige zur Beichte kommen. Die Gegenfrage: Geben wir Seelsorger auch den vielen suchenden Menschen genügend Gelegenheiten zu Beichte und Aussprachen? Für unsere Kirche gilt:  Nicht lange  jammern, sondern das tun, was Jesus uns aufgetragen hat : Bemüht euch mit allen Kräften!

 

 

17.8.19 09:21, kommentieren

C: 20. So. im Jahreskreis: Das Feuer des Heiligen Geistes

C: 20. So. im Jahreskreis: Das Feuer des Heiligen Geistes

„Bruderliebe“ 18. Aug. 2019
„Ich bin gekommen,
um Feuer auf die Erde zu werfen. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.“

Solche Worte, die wir heute im Evangelium hören, passen gar nicht in das gängige Bild eines friedfertigen Christen. Ja solche Worte machen uns unsicher!
Solche Worte erinnern  uns an das was der greise Simeon bei der  Darstellung des Jesuskindes im Tempel zu Maria gesagt hat:
Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, -und deine Seele wird ein Schwert durchdringen“.
Christus ist gekommen, um den Frieden zu bringen. Er selber ist das Friedensangebot Gottes an uns. Aber dieses Angebot trifft auf eine gottfeindliche Welt, „die die Finsternis mehr liebt als das Licht" , wie Johannes sagt.  So muss der Friede gegen den Widerspruch derer, die keinen Frieden wollen, erkämpft werden. So zwingt die Botschaft Jesu, die immer auf den Frieden gerichtet ist, zur Scheidung der Geister, in der es keine Koexistenz, um Kampf, in dem es keine Neutralität gibt. Dem Frieden geht der Kampf voraus. Denn dieser Friede, den Christus bringt, ist nicht mit faulen Kompromissen zu erreichen, ist kein Angebot für ein bequemes und ruhiges Leben, ist kein sanftes Ruhekissen, auf dem sich gemütlich schlafen ließe.

Jesus hat die Menschen nicht geschont. Er hat ihnen bittere Wahrheiten gesagt und beschwerliche Weg gezeigt. Und doch haben sie aufgehorcht und sein Wort weiter gegeben.

         Die Menschen haben auch in unseren Tagen ein feines Empfinden für das Echte. Sie suchen die Wahrheit und Klarheit. Und sie sehnen sich nach Fundamenten, die in den Stürmen unserer Zeit nicht brüchig werden.

Unsere Gesellschaft ist ja nicht gerade eine Felsenlandschaft der festen Überzeugungen und gültigen Wahrheiten, sondern eher ein Gelände mit wechselnden Wanderdünen, die sich heute da, morgen dort erheben, wo gerade der Wind des Zeitgeistes den Sand der Mehrheit und die Meinung der vielen zusammenweht
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.“
Damals als der Heilige Geist im Zeichen des Feuers auf die junge Kirche herab gekommen ist hat die Kirche begonnen zu leben! Nicht wir Menschen haben diese Kirche begonnen; diese Kirche entstand im Feuer des Heiligen Geistes!
Feuer ist Symbol für den wirkenden Gott, Symbol für die Liebe: Die Kraft des Heiligen Geistes ist stärker als alle noch so bedrohlichen Stürme  unserer Zeit!

 

11.8.19 16:26, kommentieren