my Layout photo layout_zpsfqz1bjnp.jpg

{PLACE_POWEREDBY}

 

Josef Kammerer, bin Pfarrer in Ruhe. Habe bereits 95 Jahre auf meinem Buckel. Ich wohne im Altenheim "Bruderliebe" Herrenstr. 12, 4600 Wels. Ich möchte Interessierte an meinen Sonntagspredigten teil nehmen lassen.

Alter: 95
 



Werbung



Blog

A: 22. So.im Jkr.: Kreuz als Zeichen des Widerspruches

 A: 22. So.im Jkr.: Kreuz als Zeichen des Widerspruches
„Bruderliebe“ 30. 8. 2020

1.) Dem Kreuz entgegen
Jesus begibt sich auf den Weg nach Jerusalem, dem Ort seines Leidens und seines Todes am Kreuz. Es ist dies ein Weg, der nicht nur für die Jünger damals, sondern auch für uns Christen heute unbegreiflich ist.

2.) Unverständliches Kreuz

Was nun über Petrus berichtet wird, das betrifft nicht nur ihn, sondern alle, die weder das Kreuz Jesu, noch das eigene Kreuz verstehen und annehmen können.

 Für Petrus ist es unvorstellbar, dass der Messias leiden soll. Denken wir nur daran, was Christen heute für ihren Glauben zu leiden haben: Ein Bericht über Christen in Nordkorea: Kim Jong Il hat das Erbe seines Vaters angetreten und lässt sich wie einen Gott verehren. Wer ihn nicht „anbetet“. läuft Gefahr, in das Arbeitslager gebracht oder sogar erschossen zu werden. Die Arbeitslager, in denen er politische Dissidenten (ca., 50% Christen) interniert hat, erinnern nur zu sehr an die KZs im Dritten Reich oder die schlimmsten Gulags unter Stalin in der Sowjetunion. Die Gefangenen dieser Lager werden kaum älter als 40 Jahre alt
Mit aufwendigen Pomp wurde in Peking die Olympiade gefeiert, zur gleichen Zeit wurde ein katholischer Bischof, der schon vorher wegen seines Glaubens 22 Jahre eingekerkert war, wieder eingekerkert.
Auch für die Kirche unserer Zeit gilt: „Das Blut der Märtyrer ist der Same für das Christentum“
Jesus hat den Menschen nicht nur mit seiner begeisternden Botschaft, sondern als Mensch überzeugt.. Er hat unter seine Predigt das Blutsiegel des Kreuzestodes gesetzt
Jesu Kreuz und Leiden ist unser Halt, unsere ganze Hoffnung:
Aus dem Leben des hl. Martin wird uns folgende Legende berichtet: Einmal wollte sich der Teufel dem hl. Martin als Halt anbieten. Er erschien ihm als König in majestätischer Pracht. Er sagt: „Martin, ich danke dir für deine Treue! Du sollst erfahren, dass auch ich dir treu bin. Du sollst jetzt immer meine Nähe spüren. Du kannst dich an mir festhalten.“ Sankt Martin sagte: „Wer bist du denn eigentlich?“ „Ich bin Jesus, der Christus“, antwortete der Teufel. „Wo sind denn deine Wunden?“ fragte Martin zurück. „Ich komme aus der Herrlichkeit des Himmels“, sagte der Teufel, „da gibt es keine Wunden.“ Darauf Sankt Martin: „Den Christus, der keine Wunden hat, den mag ich nicht sehen. An dem Christus, der nicht das Zeichen des Kreuzes trägt, kann ich mich nicht festhalten.

 

10.8.20 10:45


A.: 21. So. im Jkr. CHRISTUS UND PETRUS

 A.: 21. So. im Jkr.  CHRISTUS UND PETRUS

„Bruderliebe“ 23. 8. 2020

Hoch oben bei Caesarea Philippi am Fuß des mächtigen Hermonberges, wo der Jordan entspringt, dort ereignet sich  diese entscheidende Begebenheit des heutigen Evangeliums : „Du bist der Sohn des lebendigen Gottes" - „Du bist Petrus der Fels, auf dem ich meine Kirche baue." Beide Bekenntnisse, prägen bis heute die 2.000 jährige Geschichte unserer Kirche!
Wir fragen uns Was halten wir von diesem Jesus und von diesem Petrus?, oder: Was bedeuten diese beiden Bekenntnisse für unser Leben?

 1.) Du bist der Sohn des lebendigen Gottes:

Das heißt: In diesem Jesus, der „Wohltaten spendend über die Erde ging" der die Kranken heilte, von dem selbst seine Feinde unter dem Kreuz bekennen mussten:Anderen hat er geholfen, sich selber kann er nicht helfen", begegnet mir Gottes Macht und Liebe. Wenn ich erfahre, dass dieser Jesus Christus für mich auf die Erde kam und für mich am Kreuze starb, dann erfahre ich, dass Gott für mich da ist, dass Gott mich hört und sieht und liebt und mich bei meinem Namen ruft und mir sagt: „Ich habe dich in meine Hände geschrieben; du bist mein"

Weil in diesem Jesus Gott selber auf mich zugeht, Gott selbst mich anspricht, darf ich überzeugt sein, dass dieser Jesus für mich der Weg ist, den ich gehen, die Wahrheit, die ich glauben, das Leben, das ich leben kann. Weil er sowohl wahrer Mensch wie wahrer Gott ist, darf ich glauben, dass mein Menschsein durch ihn einen Sinn und ein Ziel bekommen hat, dass mein Menschsein durch ihn erlöst, gerettet, und eine Zukunft hat. ist".

2.) Das andere Bekenntnis: „Du aber bist Petrus, der Felsenmann, auf den ich meine Kirche baue":
Beide Worte sagen uns: Christus hat seine Kirche nicht auf Ideologien gebaut, sondern auf lebendige Menschen. Wer Christus ernst nimmt, nimmt auch diese Worte ernst:..." Christus bleibt der einzige Herr und das einzige Haupt seiner Kirche. Aber er hat dem Fischer Simon den Auftrag gegeben, Fels seiner Kirche zu sein und „die Brüder im Glauben zu stärken. Gerade im fehlbaren Menschen wollte und will Christus seine unfehlbare Kraft zeigen, gerade im schwachen Simon Petrus soll seine Treue zur Kirche sichtbar werden. Unser Bekenntnis zu Petrus steht nicht gegen Christus; es ist vielmehr unser Bekenntnis zu dem Christus, der beruft, wen er berufen will, und der gerade „im schwachen Menschen seine Kraft erweist": So werden wir auch weiterhin mit Petrus Christus bekennen als „den Sohn des lebendigen Gottes"; wir werden zugleich mit Christus bekennen: „Du bist Petrus, auf den ich meine Kirche baue." Beide Bekenntnisse gehören zum Glauben und sind Grund unserer dankbaren Freude.

 

4.8.20 15:23


A: 20. So.i.Jkr. : Wir brauchen einen barmherzigen Gott!

 A: 20. So.i.Jkr. : Wir brauchen einen barmherzigen Gott!

“Bruderliebe“ 16, 8. 2020

Die Frage, die Martin Luther ein Leben lang beschäftigte:
1.) „Wie finde ich einen gnädigen Gott?"
diese wesentliche Frage unseres Lebens, beantwortet das heutige Evangelium: Das grenzenlose Vertrauen dieser kanaanitischen, also heidnischen Frau soll uns den Weg dazu zeigen! Diese Frau weiß in ihrer Sorge um die schwerkranke Tochter nur noch einen Ausweg: Jesus von Nazareth. Er allein kann helfen. Sie weiß, dass sie völlig hilflos ist; sie weiß auch, dass sie keinen Anspruch, kein Recht hat, von Jesus erhört zu werden. Sie weiß, dass sie dem Erbarmen Gottes, das ihr in Jesus begegnet, völlig ausgeliefert ist. Also liefert sie sich diesem Erbarmen Gottes völlig aus: „Herr, hilf mir!"
Und so darf sie die Erfahrung machen: Es gibt einen, der solches Vertrauen nicht enttäuscht, der vor so viel Glauben einfach kapitulieren muss:
Frau, dein Glaube ist groß! Es soll geschehen, was du willst!"

Von einem solchen Glauben wird Jesus in Erstaunen versetzt und überwältigt; solcher Glaube überwindet selbst die Grenzen, die Gottes Heilsplan errichtet hat, der seinen Messias zuerst zu den Kindern Israels gesandt hat. Solches Vertrauen öffnet die Tür zu einer neuen Hoffnung:


2.) Welche Mächte sind es, die die Welt retten?
Wir kennen die Schlagworte, von denen sich in den letzten Jahrzehnten die Menschen das Heil erwarten: Einsatz, Leistung, Hebung des Lebensstandards, Fortschritt. Nur der Erfolg zahlt, „nur das Einmaleins soll gelten".
Hilflos stehen wir vor dieser Pandemie da! Sie hat unsere ganze so stolze Welt auf den Kopf gestellt! 
Der betende, der glaubende Mensch erschien vielen als Blindgänger, als Utopist irrealer Welten. Heute haben wir längst erkannt, wie sehr in einer Welt, in der nur das Einmaleins und der Computer gilt, die Psyche des Menschen zu verkümmern droht
Wir brauchen nicht nur Menschen mit Hirn. Wir brauchen ganz notwendig Menschen mit einem fühlendem Herzen.
Auch betende Hände greifen in den Lauf der Geschichte ein, weil sie, wie der Ruf der kanaanäischen Frau, das Herz Gottes erreichen und sein rettendes Erbarmen auf die Welt herabzwingen, auf eine Welt, die endlich, wie diese Frau, erkennen müsste, dass sie das Erbarmen Gottes braucht, wenn sie Rettung finden will. Vor dem mörderischen 2. Weltkrieg  hat der verantwortungsbewusste Dichter Reinhold Schneider einer bedrohten Menschheit zugerufen:
„Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern abzuhalten"
Auch der so aufgeklärten Zeit von heute müssen wir mit dem christlichen Philosophen Peter Wust zurufen: Die großen Dinge des Daseins werden nur den Betenden geschenkt"

 

29.7.20 12:50


15. Aug.: Aufnahme Mariens in den Himmel: SELIGER HEIMGANG

 15. Aug.: Aufnahme Mariens in den Himmel: SELIGER HEIMGANG

“Bruderliebe“, 15, 8. 2020

Unsere Vorfahren haben dieses Fest als den „Hohen Frauentag" mit großer Freude gefeiert Das ist der Inhalt des heutigen Festes:

1.) „Der Mächtige hat Großes an mir getan."
Diese Worte drücken vor allem das Staunen vor Gottes Allmacht aus. Das Staunen können ist ein fundamentales Vermögen des Menschen. Es tut den selbstbewussten Menschen dieser Zeit gut, von Maria wieder zu lernen dieses demütige Staunen können. Der Staunende lässt sich beschenken.
Staunen können ist ein Ausweis von Menschlichkeit, denn im Staunen streift der Mensch den Hochmut ab. Er lässt sich ja überwältigen, von etwas Größerem in Beschlag nehmen. Der Staunende lässt sich beschenken. Darin liegt eine gewisse Bescheidenheit und Demut. Und da nun einmal der Stolz, das hochgespielte Ego, die größte Barriere zur menschlichen Reife darstellt, macht das Staunen können den Menschen so liebenswert.

 Gerade an ihr, die als „niedrige Magd" über diese Erde ging, können nun auch wir nach Paulus ahnen, „was Gott denen bereitet, die ihn lieben"  So ist uns Maria beides geworden: unsere Schwester, die mit uns in voller Bereitschaft die Pilgerwege des Lebens ging, so dass wir zu ihr beten können:
Und sie ist zugleich unsere mächtige Herrin, Königin und Fürsprecherin, zu der wir vertrauend rufen dürfen „aus diesem Tal der Tränen". Das heutige Fest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ gibt uns den Blick frei für das Ziel allen menschlichen Lebens, Sie will auch uns sagen:
.2.) Der Anfang und das Ziel gehören zusammen
An Maria soll unser eigenes Leben aufgehen: Was ein Mensch ist, das bestimmt sich von seinem Anfang und von seinem Ziel her. Wir sehen an Maria deutlich wie selten bei jemandem anders, dass der Anfang und das Ziel des menschlichen Lebens zusammengehören. Wir sind von Gott gewollt, bejaht und geliebt.
Deswegen hat er jeden und jede von uns ins Dasein gerufen. Es ist weder ein blindes Schicksal, das uns gewissermaßen auf diese Erde gespuckt hat.
Nein, unser Menschsein mit Leib und Seele wurde aus Gottes Hand ins Leben gesetzt. Jeder und jede ist ein Lieblingsgedanke Gottes.
Auf Golgota war ihr der Tod noch Bote bitterster Trennung. Wie hat sich alles gewandelt! Nun ist der Tod, erlöst durch den Tod ihres Sohnes, Bote der Heimkehr Tor zu den ewigen Wohnungen"

Denn Tod und Heimgang geschehen ihr im gleichen Augenblick.
Wir brauchen es, dieses damit auch wir wie Maria dem Herrn entgegengehen können Wollen auch wir versuchen, wie Maria unser Leben in der Gnade Gottes zu vollenden! Auch uns ist dieses Ziel verheißen. Vergessen wir dies nie!
Dürfen wir nicht gerade heute dafür Gott danken?

 

 

29.7.20 12:45


A: 19. So. i. Jkr. Das Auf und Ab im Glauben

 A: 19. So. i. Jkr. Das Auf und Ab im Glauben

„Bruderliebe“ 9. 8. 2020

Das heutige Evangelium sollen wir uns tief einprägen. Denn es ist für unseren Glaubensalltag eine große Hilfe. Einmal erleben wir an den Aposteln das Auf und Ab im Glauben, zum anderen lebt uns Jesus vor, was beten heißt.

1.) Das Auf und Ab im Glauben
wird bei den Aposteln ein erstes Mal sichtbar, als sie Jesus, der über das Wasser geht, für ein Gespenst halten. Warum trauen sie ihren Augen nicht? Tags zuvor hatten sie doch noch in der wunderbaren Brotvermehrung Jesu erlebt. Sie konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, wozu Jesus fähig ist.
Petrus ist innerlich so aufgeladen, dass er nicht mehr abwarten kann, bis Jesus das Boot erreicht. Nichts hält den Apostel mehr zurück. Er möchte seinem Herrn und Meister entgegenstürmen. In dieser Hochstimmung an Vertrauen und in seiner überschäumenden Begeisterung wagt Petrus etwas, das eigentlich ungewöhnlich ist.

2.) Petrus - einer von uns,
so können wir feststellen. Denn auch wir haben sicher schon die Erfahrung gemacht: Flammende Begeisterung kann abflauen, kann zu einem nur kurz aufflackernden Strohfeuer werden.
Neu gefasster Mut hält nicht von allein. Er muss immer wieder aufgefrischt werden, damit er den Stürmen des Lebens standhält. Da ist einmal das Boot, das vom Wind "hin und her geworfen" wird. Es ist Symbol für unser Leben. Auch wir werden durch "Gegenwind" immer wieder hin und her getrieben.
Petrus darf erfahren: Es ist Jesus, der ihn über Wasser hält und nicht die eigene Leistung. Glaube hat etwas zu tun mit Demut.
Es ist keine Katastrophe, wenn unsere Ängste, Zweifel, unser Kleinglaube uns immer wieder einmal absinken lassen. Nehmen wir doch unsere menschlichen Schwächen, unser Versagen an als etwas, das zu uns gehört. Bitten wir in diesen Situationen wie der Apostel: "Herr, rette mich!".

3.) Von der Wichtigkeit des Betens

Der Grund für Petrus Untergehen hat damit zutun, dass er den Kontakt zu Jesus verloren hat. Ab einem gewissen Moment schenkt er nicht mehr ihm seine Aufmerksamkeit, sondern dem Sturm und den damit verbundenen Gefahren. Mit diesem Moment wird das Untergehen eingeleitet.
Was aber lebt uns Jesus vor:
Nachdem er die Menschenmenge gespeist hat, zieht er sich zum Gebet zurück. Jesus spricht mit seinem Vater in der Stille der Bergeinsamkeit.
Gebet ist tiefes Kontakthalten mit Gott. Jesus weiß um die Wichtigkeit dieses Kontakthaltens. Indem er sich Zeit dafür nimmt, nährt er die geistige Dimension seines Lebens und stärkt seinen Glauben. Wie mit einem unsichtbaren Seil ist er mit Gott verbunden.
Wer betet, bindet die Erde an den Himmel. Glauben und Beten gehören zusammen.
Die Glaubensschwäche, die wir heute in den westlichen Industrienationen spüren, hat weithin seine Ursache darin: Viele können oder wollen nicht mehr beten! Und die Folge: Fast lautlos verdunstet bei vielen der Glaube
Der Herr ist längst unterwegs zu uns und ruft auch uns zu:
Komm, steig aus deinem Kleinglauben. Erkenne die Chancen, die du hast, wenn du mir vertraust!

 

25.7.20 12:56


 [eine Seite weiter] Gratis bloggen bei
myblog.de